Richtig sanieren

Wer als Heimwerker oder Hausbesitzer richtig sanieren möchte, wirft seinen Blick auf viele Details. Bei Sanieren stehen fast immer Heizung, Fenster und Dämmung im Fokus. Richtig Sanieren bedeutet aber auch investieren. Wer das clever macht, kann den Wert des Hauses dadurch auch erhöhen. Heizung, Dämmung und Fenster sind besonders wichtig. In den letzten Jahren wurde Energie in Deutschland immer teurer.

Das liegt vor allem an vielfältige Konzepte der Erneuerbaren Energien, die dafür sorgten, dass insgesamt die Energieversorgung zu einem teuren Gut wurde. Es wird erwartet, dass der Preis für Strom und Gas in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird. Richtig Sanieren sollte also die 3 oben genannten Punkte unbedingt beinhalten. Doch nicht immer zahlt sich wirklich jeder Schritt aus. Was beachtet werden sollte und welche Probleme auftauchen können, haben wir einmal zusammengestellt.

Richtig sanieren – Das Spiel der Finanzen

Wie oben schon angedeutet, besteht richtig sanieren zunächst aus Investieren. Die meisten Heimwerker und Hausbesitzer haben dabei aber keine Ahnung, was Fenster, Dämmung oder eine neue Heizung wirklich kosten können. Neben der Vorstellung fehlt es vielen einfach am Budget, um eine solche Sanierung vornehmen zu können. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Heimwerker, die in einer solchen Maßnahme wenig Sinn sehen und mehr Kosten als Wertzuwachs befürchten. Letzteres ist vor allem eine Sorge bei ländlichen Immobilien, die in den letzten Jahren deutlich an Wert verloren haben. In der Tat ist es so, das richtig sanieren bei einem Haus auf dem Land teuer ist. Denn hier gibt es fassbar keinen wirklichen Wertzuwachs.

  • Kosten sind meistens nicht bekannt
  • Budget fehlt für Sanierung
  • Nicht immer lohnt sich eine Sanierung

Allerdings bleibt da noch der Punkt der Energieeinsparung. Wer dämmt, neue Fenster kauft und auch die Heizung richtig saniert, wird also in den Folgejahren vieles an Energie einsparen können. Das lohnt sich vor allem dann, wenn das Haus weiter selbst genutzt werden soll.

Kostenbeispiel für eine Dämmung

Wer zum Beispiel aus Einfamilienhaus aus den 1980er Jahren nur an der obersten Geschossdecke dämmt, wird um die 1.300 Euro investieren müssen. Der jährliche Spareffekt beträgt nun 185 Euro im Schnitt. Nach 7 Jahren haben sich die Kosten amortisiert.

Sinn macht dabei die Koppelung mit anderen Renovierungsarbeiten. So kann das richtig sanieren in einem Abwasch durchgeführt werden, was zugleich weitere Kosten einsparen wird. So kann also eine komplette energieeffiziente Sanierung erfolgen.

Richtig Sanieren – Das Spiel der Vorschriften

Deutschland gehört mittlerweile zu einem Baufeindlichen Land. Wer neu bauen möchte oder sanieren will/muss, wird dabei mit einer Unmenge an gesetzlichen Vorschriften konfrontiert, die den Vorgang nicht nur kompliziert, sondern vor allem sehr teuer gestalten. So ist auch geregelt, welche Sanierungsmaßnahmen (Beispiel energetisch) und Dämmungen erfolgen müssen. Maßgabe dazu ist die Energiereinsparverordnung (kurz: EnEV). In dieser Verordnung ist aufgeführt, welche Vorgaben beachtet werden müssen und wie zum Beispiel die Lebensdauer von Heizkesseln aussieht.

Ein großes Problem bei der Energiereinsparverordnung liegt darin, dass keine Sanierungsmaßnahme zu einer energetischen Verschlechterung führen darf.

Sinnvolles Sanieren

Beim richtig sanieren geht es aber auch um sinnvolles Sanieren. Wer sein Budget sparen will und nur die alten Fenster austauscht, wird vermutlich einige Jahre später die Rechnung dafür erhalten. Oft gerät dadurch das bauphysikalische System des Hauses aus dem Gleichgewicht. An Stellen, die zum Beispiel unsaniert waren oder nicht richtig gedämmt, kann nun die Entstehung von Schimmelpilz vermehrt auftreten. Daher ist es sinnvoll, nicht nur eine Maßnahme, sondern eine energetische Sanierung komplett durchzuführen.

Denkmalschutz macht vieles zunichte

Ein weiteres Problem stellt beim richtig sanieren der Denkmalschutz da. Hier muss der Eigentümer damit rechnen, das sich die Sanierung nicht nur zeitlich hinzieht, viele Behörden sind unendlich langsam bei der Genehmigung, sondern letztlich auch durch die besonderen behördlichen Maßnahmen sehr teuer werden kann. Allerdings gibt es bei einigen Städten häufig zusätzliche Zuschüsse für die Sanierung von denkmalgeschützten Objekten.

Günstige Kredite und Zuschüsse

Meistens scheitert das richtige sanieren an den Kosten. Es gibt aber durchaus Alternativen. So bietet die KfW Bank unterschiedliche Programme für Hausbesitzer und Heimwerker an, die ihr Objekt umfangreich sanieren wollen. Allerdings, was oft in anderen Ratgebern dazu nicht genannt wird, die Bonität des Antragstellers muss stimmen. Bei einer schlechten Schufaauskunft, können viele Programme nicht in Anspruch genommen werden.

Zusätzlich kann das richtig sanieren zwar bereits vor Förderantrag durchgeplant werden, die Baumaßnahmen dazu dürfen aber noch nicht angefangen haben, andernfalls wird der Antrag abgelehnt. Die einzelnen Programme der KfW Bank können Sie direkt bei der kfw.de einsehen. Einen kurzen Auszug erhalten Sie nachfolgend.

Energieeffizient Sanieren KfW Zuschuss

Bei diesem Programm werden bis zu 30.000 Euro je Wohnung bezuschusst. Es richtet sich vor allem an private Eigentümer, die ihr Objekt energetisch sanieren möchten oder einen solchen Wohnraum kaufen möchten. Heizung, Fenster, Dämmung gehören dazu.

Energieeffizient Sanieren KfW Kredit

Hierbei werden bis zu 100.000 Euro als Kredit (oder bis zu 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen) gewährt, Der Zinssatz liegt bei 0,75 % eff. Jahreszins.

Weitere KfW Förderungen

Zusätzliche Fördermaßnahmen gibt es für Einbruchschutz, mehr Wohnkomfort und auch die Installation von Photovoltaikanlagen. Dabei wird zwischen zinsgünstigen Krediten der KfW (direkt bei der Hausbank beantragen) und Zuschüssen (direkt bei KfW beantragen) unterschieden.

Handwerkliche Betriebe finden

Am Ende stellt sich noch die Frage, wie und wo ich die richtigen Handwerker für die Sanierung finden kann. Heimwerker können zwar viele Aufgaben selbst übernehmen, einiges sollte jedoch immer durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden. Eine interessante Wahl, um an Kosten zu sparen könnte eine Handwerker Auktion sein. In der Regel kann aber auch der Energieberater gute Empfehlungen aussprechen. Allerdings sollten diese Empfehlungen immer mit anderen Anbietern verglichen werden. Heute ist es leider so, dass viele Energieberater unter der Hand Provisionen bei Empfehlungen bekommen. Dabei steht dann nicht die Leistung des Betriebes im Vordergrund, sondern eher die eigene Provision.