Altbausanierung – Heizung

Hohe decken, ein besonderer Charme und ein Haus mit Geschichte – das ist es, was den Reiz von Altbauten ausmacht. Sie sind allerdings häufig nicht nur schön, sondern auch sehr energiekostenintensiv und vor allem die Wärmedämmung und Heizung stellen erhebliche Kostenfaktoren dar. Im Rahmen einer Altbausanierung kann mit moderneren Einbauten für energieeffizienteres und günstigeres Wohnen gesorgt werden. Während eine Wärmepumpe bei Altbauten nicht unbedingt immer empfehlenswert ist, kann eine Heizung mit Pellets bei der Altbausanierung sinnvoll nachgerüstet werden – vorausgesetzt, es ist genügend Lagerraum vorhanden. Ansonsten bleibt die herkömmliche Ölheizung als alternative Option bei der Altbausanierung. Sie überzeugt durch zuverlässige Leistung sowie die günstige Anschaffung und den relativ überschaubaren Ölpreis. Welche Option auch immer die individuell passende ist: Vor allem in Anbetracht der Energie Einsparverordnung der Bundesrepublik muss in jedem Fall ein besonderes Augenmerk auf die Heizung gelegt werden. Im Sinne des energiesparenderen und umweltfreundlicheren Wohnens sieht die Regelung vor, dass bis 2015 alle Öl- und Gasheizungen ausgetauscht werden müssen, die älter als 30 Jahre sind. Wer allerdings seit Februar 2002 in einem Haus mit alter Heizung wohnt, der ist dennoch nicht betroffen. Auch gilt die Energie Einsparverordnung nicht für Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, was bei Altbauten unter Umständen ebenso der Fall sein könnte. Dennoch bedeutet die Energie Einsparverordnung für die Altbausanierung, dass entweder der festgelegte Wärmedurchgangskoeffizient eingehalten oder die Werte des Jahres-Primärenergiebedarfs des gesamten Hauses vorgelegt werden müssen. Dieser Primärenergiebedarf bezieht sich nicht nur auf die Heizwerte und die verbrauchte Energie zur Warmwassergewinnung, sondern auch auf die anfallenden Verluste. Immerhin dürfen Altbauten aber nach wie vor 40 Prozent mehr Energie verbrauchen als Neubauten. Nach der Altbausanierung muss dann mit einem Energiepass genauestens aufgezeigt werden, wie sich die Energiewerte entwickelt haben.

Was muss bei der Altbausanierung noch bedacht werden?

Nicht nur die Heizung an sich, sondern auch die Wärmedämmung spielt eine wichtige Rolle bei der Altbausanierung. Rohre, Decken, Fenster – Isolierungen können an vielen Stellen zum Einsatz kommen. Um die Schwachstellen des eigenen Hauses vor der Altbausanierung zu erkennen, können thermografische Bilder hilfreich sein. Sie zeigen farbig die sogenannten Wärmebrücken an, also die Stellen, an denen besonders hoher Wärmeverlust vorhanden ist. Hier kann dann von außen oder innen entsprechend mit Wärmedämmung gearbeitet und korrigiert werden.

Experten können bei der Altbausanierung helfen

Aufgrund der vielen verschiedenen Möglichkeiten, die sich bei der Altbausanierung bieten, kann der Laie schon einmal den Überblick verlieren. Deshalb empfiehlt es sich, Experten vor der Altbausanierung zurate zu ziehen, die den Energiezustand und die Energieanforderungen an die Immobilie genauestens bestimmen und entsprechende Maßnahmen vorschlagen können. So werden dann nicht nur die gesetzlichen Regelungen eingehalten, sondern auch noch Energiekosten gespart und die Umwelt geschont.

Bild: Sivi Steys/Flickr.