Dachausbau – Stromleitung & Heizung

Zum Dachausbau haben wir bereits vielfache Berichte und Artikel erstellt, mit den unterschiedlichsten Tipps und Hinweisen. Heute soll der Hauptfokus auf die Verlegung der Stromanschlüsse und der Heizungsanschlüsse erfolgen. Es gibt viele Gründe für einen Dachausbau. Ein Lesezimmer, ein Zimmer für den Nachwuchs oder ein Büro lassen sich problemlos im Dach realisieren. Wer den Dachausbau Selbermachen möchte, muss hierfür jedoch einige Etappen einrechnen.

Der Ausbau des Daches erfolgt in vielen Fällen immer als letzte Station. Wer baut, scheut die Zusatzkosten und macht sich meistens erst Jahre später an das Dach. Ist der Wunsch nach mehr Fläche gekommen oder der Bedarf generell gestiegen, geht es an den Dachausbau. Wer hierbei vieles Selbermacht, kann sogar bis zu 50 Prozent der Kosten sparen.

Dachausbau – die ersten Schritte

Bevor es aber jedoch zum eigentlichen Dachausbau geht, muss eine genaue Planung erfolgen. Zunächst geht es hierbei um die Bestandsaufnahme. Wie viel Raum kann geschaffen werden, welcher Aufwand ist nötig und welche Kosten werden dafür veranschlagt. Auch verwittertes und morsches Holz machen beim Dachausbau leicht zu schaffen und können die Kosten deutlich erhöhen. Sind die baulichen Wünsche geklärt und durch einen Architekten fixiert, kommt nun noch das Bauamt, als quasi letzte Hürde der Planung. Die dortige Bearbeitungszeit schwankt. Oft vergeht jedoch sehr viel Zeit. Geduld ist also vor allem in der Planungsphase gefragt. Förderprogramme können für den Dachausbau übrigens zudem in Anspruch genommen werden, um die Kosten zu senken.

Größe des Raums
Die mögliche Größe der neuen Räume ergibt sich beim Dachausbau aus der Form des Dachs. Ab einer Höhe von 2 Metern, kann ein Raum praktisch voll genutzt werden. Um die neue Wohnfläche beim Dachausbau zu erweitern, können auch Gauben verwendet werden. Diese sollten aber nicht zu steil und mindestens 80 cm breit sein.

Dachausbau – Versorgung

Beim Dachausbau ist die Versorgung ebenfalls ein wichtiges Thema. Bei Neubauten wurden im Dach in vielen Fällen bereits Leerrohre für einen späteren Ausbau gelegt. Das vereinfacht die Arbeit enorm. Nachträglich ist der Anschluss bei dem Dachausbau aber ebenfalls möglich, nur eben ein wenig aufwendiger. Geht es um die Wasserleitung, kann in vielen Fällen, die Lüftungsleitung (sofern groß genug) genutzt werden. Wichtig hierbei sind Rohrdicken und Gefälle, die für die neuen Sanitärobjekte eingehalten werden sollen. Wasser muss gut ablaufen können, ohne das es stecken bleibt.

Die Wasserzufuhr beim Dachausbau
Für die Wasserzufuhr beim Dachausbau muss eine Steigleitung ins Dach gelegt werden. Hier sollte der Fachmann genau prüfen, ob der Fließ- und Ruhedruck des bereits bestehenden Systems ausreichend ist. Sollte das nicht der Fall sein, können alternativ die Rohre vom Hausanschluss abgehend durch größere ersetzt werden oder es wird eine Druckerhöhungsanlage eingebaut. Die Anlage kostet um die 3.000 Euro. Müssen die Rohre neu verlegt werden, sollten Sie mit um die 100 Euro pro Meter rechnen. In der Regel ist aber eine Druckerhöhungsanlage günstiger. Zudem kommen bei den Rohren die Nebenarbeiten (verputzen, tapezieren, streichen, etc.) noch hinzu. Für die Wasserzufuhr beim Dachausbau werden in der Regel Kupferleitungen für das Trinkwasser verwendet. Die Installation sollte unbedingt ein Fachmann durchführen, damit es bei den Lötarbeiten zu keinen Fehlern kommt.

Mehr zu dem Verlegen der Elektroinstallationen beim Dachausbau finden Sie im zweiten Teil.

Bild: Petra Schmidt  / pixelio.de