Strompreis Info

Der Strompreis steigt. Das ist sicher. Die Politik gibt sich zwar bemüht, den Strompreis zu stabilisieren, doch möglich erscheint das kaum. Grund sind hierbei vor allem die Erneuerbaren Energien, die seit einigen Jahren massiv angefeuert werden. Das mag sicherlich gut sein. Doch so etwas kann nur funktionieren, wenn eine exakte Planung vorliegt. Das Problem bei der Energiewende, die sich massiv auf den Strompreis auswirkt, ist aber, dass genau hier gespart wurde. Jeder Handwerker, der einen Betrieb eröffnet, wird in aller Regel einen Businessplan vorlegen, der sowohl eine kurz-, mittel- als auch langfristige Planung enthält. Bei den Erneuerbaren Energien wurde das allerdings unterlassen. Die Folgen spüren Verbraucher und kleinere Unternehmen seit einigen Jahren. Der Strompreis steigt. Zwar bestehen von Zeit zu Zeit kleinere Schwankungen, doch die Tendenz zeigt deutlich nach oben.

Was beeinflusst den Strompreis

Es gibt viele Punkte, woraus sich der Strompreis zusammensetzt. Da sind zu einem die Preise für die Stromerzeugung, die Netznutzung und Weiterleitung sowie die großen Posten wie Umlagen, Abgaben und Steuern. Entscheidenden Einfluss auf den Strompreis hat aber seit Langem die EEG-Umlage (Erneuerbare Energien). Mehr und mehr stößt diese auf den Unmut der Bürger und könnte irgendwann die Energiewende gefährden. Denn Fakt ist auch: Die Akzeptanz, die nach dem Vorfall in Fukushima besonders hoch war, fällt deutlich. Nur wenige Verbraucher akzeptieren diese Umlage, die in der Regel kaum Mehrwert bietet. Jeder Haushalt bezahlt pro Jahr durchschnittlich 225 Euro (bei ca. 3600 Kilowattstunden/Jahr) nur für die EEG-Umlage bei dem Strompreis, ohne dabei einen direkten Mehrwert zu erhalten. Seit 2003 steigt diese Gebühr deutlich. Lag die EEG-Umlage anfangs noch bei 0,41 Cent, beträgt sie heute mehr als 6,24 Cent (seit 2010 ein Anstieg von je 1- 2 Cent pro Jahr). Für den Staat bedeutet das eine Zulage von 20 Milliarden Euro. Für 2015 wird erneut ein Anstieg erwartet. Insgesamt stehen wir in Europa, eigentlich weltweit ganz an der Spitze bei dem Strompreis. Nur die Dänen übertreffen uns noch. Allerdings liegt das durchschnittliche Einkommen in Dänemark auch deutlich höher als bei uns in Deutschland. Demnach stehen wir beim Strompreis an erster Stelle. Selbst in dem sozialistischen Frankreich beträgt der Strompreis nur 15 Cent, während wir mittlerweile fast 29 Cent bezahlen müssen.

Strompreis – Zusammensetzung:

  • 23,86 % Erzeugung und Vertrieb
  • 23,17 % Netzkosten
  • 21,71 % EEG Umlage
  • 15,97 % Mehrwertsteuer
  • 07,13 % Stromsteuer
  • 06,33 % Konzessionsabgabe und Umlagen für abschaltbare Lasten

Die Kosten für Erzeugung und Vertrieb steigen in Deutschland zunehmend an. Grund sind die Probleme mit den Erneuerbaren Energien. Es besteht keine Planungssicherheit, was die großen Konzerne in finanzielle Probleme bringt. Hohe Rückstellungen erfolgten in den letzten Jahren. Alles das erhöht den Strompreis. Unsere europäischen Nachbarn beschweren sich seit vielen Jahren. Grund: Der Netzausbau geht nicht voran. Immer wieder müssen wir die Erneuerbare Energie kostenlos an unsere Nachbarn abführen, damit unser Netz nicht überlastet. Kostenlos hört sich gut an und wurde immer wieder medial betont. Doch Fakt ist auch: Das bei unseren Nachbarn der unerwünschte Strom schon in vielen Fällen beinahe zu einem Ausfall geführt hätte.

Strompreis – Was können Verbraucher machen

Um es ganz deutlich auszusprechen. Der Strompreis wird auch in den nächsten Monaten und Jahren ansteigen. Auch wenn an der Strombörse der Preis sogar gefallen ist, befinden wir uns immer noch durch die Energiewende in einem Chaos. Das versucht deutlich höhere Preise. . Dabei werden die vorhandenen Anbieter miteinander vergleichen. Heraus kommt der günstigste Strompreis. So kann dieser Vergleich 24 Stunden am Tag kostenfrei bei zahlreichen Anbietern (z.B. Tarifcheck24) durchgeführt werden. Unverbindlich erhalten Sie die besten Angebote zum Strompreis. Bei Bedarf kann sofort gewechselt werden.

Über 1.000 Anbieter stehen für den Strompreis Vergleich in Deutschland zur Verfügung. Verbraucher, die sich für einen Stromvergleich entscheiden, staunen immer wieder, wie hoch die Unterschiede sein können. Nach Statistiken bezahlen fast 45 Prozent aller Haushalte deutlich zu viel beim Strompreis.

So geht es
Seit dem der Strommarkt liberalisiert wurde, können Verbraucher den Lieferanten bei Strom und Gas frei wählen. Dafür ist es nur notwendig, beim neuen Anbieter einen Auftrag (geht online) einzureichen. Dieser führt nun alle Schritte, die notwendig sind, durch. Zu einer Unterbrechung bei der Strom- und Gaslieferung kommt es nicht. Auch Zähler müssen nicht ausgetauscht werden. Schon kurz danach können Sie in der Regel von einem weitaus günstigeren Strompreis profitieren. Allerdings nur dann, wenn Sie zuvor beim alten Anbieter keinen längerfristigen Vertrag abgeschlossen haben. In diesem Fall gelten die Kündigungsfristen zu beachten. Bevor Sie jedoch den Strompreis vergleichen, sollten Sie einen Blick in die letzte Abrechnung werfen. Nehmen Sie nun den letzten Jahresverbrauch als Richtwert für den Stromvergleich.

Warum ein höherer Strompreis zu Ihrem Vorteil sein kann

Haben Sie beispielsweise einen längeren Vertrag geschlossen und Ihr Anbieter teilt Ihnen nun mit, dass sich der Strompreis erhöht, sollten Sie sich freuen. Ja, in der Tat, das klingt konfus. Doch mit der Preisanpassung nach oben können Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht in Anspruch nehmen. Die ideale Möglichkeit, um über einen Vergleich einen neuen Lieferanten für Strom oder Gas zu finden. Das Sonderkündigungsrecht gilt 2 Wochen lang, nach Bekanntwerden der Preiserhöhung (§ 41 Abs. 3 EnWG). Aber Vorsicht: Prüfen Sie zunächst, ob die Preiserhöhung nicht nur die gestiegene EEG-Umlage enthält. Ist das jedoch der Fall, kann keine außerordentliche Kündigung erfolgen. In der Regel gilt aber eine einfache Rechnung: Fällt der neue Strompreis in der Erhöhung um mehr als zusätzlich 1,14 Cent aus, sind auch andere Kosten enthalten und Sie können den Stromanbieter wechseln. Die Kündigung hierbei sollte generell per Einschreiben fristgemäß erfolgen.

Haben Sie allerdings noch nie den Anbieter gewechselt, befinden Sie sich vermutlich noch m Grundtarif. Hierbei gilt generell eine Kündigungsfrist von 2 Wochen.

Strompreis – Worauf Sie bei einem Wechsel Achten müssen

Damit der Wechsel zum neuen Anbieter problemlos und mit einem Lächeln auch später nicht bereut wird, sollten Sie auf einige Punkte unbedingt achten.

  • Grundsätzlich kurze Vertragslaufzeiten wählen (1 Monat, etc.)
  • Neukundenbonus ist nicht unbedingt relevant
  • Auf Preisgarantie achten
  • Paketpreise machen kaum Sinn
  • Strom nie per Vorkasse bezahlen

Erklärung
Der Neukundenbonus für das erste Jahr macht den Strompreis eines Anbieters deutlich günstiger. Aber nur im ersten Jahr. Im 2. Jahr bezahlen Sie den Preis für Strom ohne Bonus. Dieser fällt häufig höher aus. Achten Sie auf den Neukundenbonus immer nur dann, wenn Sie jedes Jahr wechseln möchte. Häufig werden auch günstige Paketpreise angeboten. Was passiert aber wenn Sie mehr benötigen. Dann muss Strom zu ungünstigen Konditionen bezogen werden. Verbrauchen Sie deutlich weniger, haben Sie effektiv zu viel bezahlt. Paketpreise sollten daher außer Acht gelassen werden. Strom sollte nie per Vorkasse bezahlt werden. Das geht allerdings nur, wenn die Schufa sauber ist. Andernfalls werden Sie mit Vorkasse leben müssen.

Bei einem Umzug

Sollten Sie jedoch umziehen wollen, kann der Anbieter in vielen Fällen nicht mitgenommen werden. In der Regel besteht für den Strompreis dann aber ein Sonderkündigungsrecht oder das Vertragsverhältnis endet automatisch. Aber es gibt auch Ausnahmen. Werfen Sie dafür unbedingt einen Blick in Ihren Vertrag.

 

Bild: Tim Reckmann (Stromzähler mit Euroscheinen); Uwe Schlick (Stromrechnung mit Scheinen-Münzen); Thomas Max Müller (Strommast) / pixelio.de