Photovoltaik – Solaranlage 2

Nun folgt die Fortsetzung zu unserer kleinen Reihe rund um Photovoltaik und die Solaranlage. Einige allgemeine Punkte wurden im ersten Bericht bereits grundlegend angesprochen. Ein weiterer Blick soll das weltweite Nutzungspotenzial bei der Photovoltaik Anlage aufzeigen. Blicken wir dazu einmal auf die Menge an Licht und Wärme, die jährlich auf die Erdatmosphäre auftrifft. Diese ist gewaltig und beträgt ungefähr das 13.000fache des gesamten Bedarfs der Menschheit an Energie. Daraus lässt sich aber auch erkennen, dass sich die Photovoltaik Technik in den letzten 60 Jahren nur sehr langsam entwickelt hat. Dennoch muss man auch betrachten, dass die oben genannte Menge durch Wasserdampf und bestimmte Bestandteile in der Luft minimiert werden. So kann die auf der Erdoberfläche auftreffende Strahlungsenergie nur teilweise aufgefangen werden, ohne dass dabei zum Beispiel Abgase als Nebenprodukte (wie Kohlendioxid) entstehen. Betrachtet man nun die Einstrahlungsdichte liegen Gebiete wie Australien, Kalifornien, Indien oder zum Beispiel Chile ganz vorne. Hier lassen sich mit Photovoltaik in der Tat niedrige Stromgestehungskosten erzeugen. In Mitteleuropa liegen diese hingegen deutlich höher. Zusätzlich sind vor allem Entwicklungsländer für die Solaranlage interessant. Vielfach ist kein ausgebautes oder einheitliches Stromnetz vorhanden, sodass eine Photovoltaik Anlage aus Kostengründen sinnvoller ist.

Photovoltaik und die Abnahme

Vor allem Ängste schüren den Kauf einer Solaranlage. Seit dem Unfall in einem der AKWs in Japan nehmen die Verkäufe wieder zu. Dabei stehen aber mehr subjektive Gründe für den Kauf eine Photovoltaik Anlage im Vordergrund, als wirklich objektive. Mit Blick auf ende 2010 wurden offiziell Solaranlagen mit einer Peak Leistung von um die 101 GW installiert. Der jährliche Zufluss entspricht dabei im Jahr 2012 ungefähr 28 GW. Länder wie Indien haben sich im Bereich der Photovoltaik ehrgeizige Ziele gesetzt und fördern auf unterschiedliche Art und Weise den Ausbau. Auch Japan fördert massiv den Ausbau mit aktuell mehr als 9 Mrd. US $ und möchte 28 GW bis Ende 2020 erreichen. Interessant ist auch, das die chinesischen Hersteller bei der Solaranlage führend sind. Nicht nur beim Preis, sondern auch in der Qualität. Dennoch spielt die Photovoltaik Technik auf dem Heimatmarkt nur eine untergeordnete Rolle. Hier sind gerade die Subventionen zu einem Problemfall geworden. In Deutschland verzerrten die Subventionen für die Solaranlage lange die tatsächliche Kalkulation.
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Die Vergütungssätze für den Strom aus der Photovoltaik Anlage wären ohne jegliche Förderung gering, da vielfach der Strom auch gar nicht benötigt werden würde. Rentabel arbeiten viele Anlagen nur, wenn der Kaufpreis insgesamt günstig ausfiel. Durch den chinesischen Markt sind die Modulpreise in den letzten 4 Jahren deutlich gesunken. Gleichzeitig wird aber in vielen Ländern (auch in Deutschland) immer wieder die Kürzung der Fördermittel geplant.

Deutschland führend in Europa

Deutschland ist derzeit führend in der EU bei der Installation von Solaranlagen. So waren es Ende 2012 alleine schon insgesamt eine Photovoltaik Nennleistung von: 32.698 MWp. Auffallend ist jedoch, dass Länder, in denen eine Solaranlage deutlich mehr Leistung als bei uns erbringen könnte, ganz unten auf der Leiter stehen. Doch um welchen Preis nimmt Deutschland die Führung ein. Der Solarstrom verpufft meistens bei der Einspeisung, da er vielfach nicht benötigt und so an umliegende Länder verteilt wird.

Um eine Energieversorgung mittels Photovoltaik ausschließlich erreichen zu können, müssten alleine in Deutschland Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 690 GW installiert werden Das jedoch halten Experten für nicht umsetzbar. Voraussetzung wäre auch, dass die so gewonnene Energie tatsächlich verlustfrei gespeichert werden könnte.

… mehr in der nächsten Folge!

 

 

Foto: C. Nöhren / pixelio.de