Photovoltaik – Solaranlage 3

Weiter geht es mit der 3. Folge zu unserer Reihe: Photovoltaik – Solaranlage. Vorab wollen wir einmal einen genauen Blick auf die Anfälligkeit der Solaranlage werfen. Und genau hier wird ein weiteres Problem bei der Nutzung erkennbar, das oft gar nicht in die Kalkulation zur Amortisierung miteinfließt. In all den Jahren ist es kaum gelungen, die Anlagen auf diese Punkte anzupassen.

Anfälligkeit von Photovoltaik Anlagen

Schon die Verschmutzung einer Solaranlage kann zu einem erheblichen Verlust führen. Im Laufe der Zeit setzen sich die unterschiedlichsten Stoffe und Schmutzreste auf der Oberfläche ab. Reste von Insekten und Ungeziefer, wie zum Beispiel auch die organischen und besonders klebrigen Sekrete von Läusen. Aber auch Blätter, Staub, Sand und das Wachstum von Flechten, Algen und Moosen führen nach und nach zu einer erheblichen Beeinträchtigung. Viele Solaranlagen verfügen zwar über eine Art Selbstreinigung in Zusammenarbeit mit Schnee und Regen. Doch ist diese Möglichkeit immer noch unterentwickelt. So kann es nach einer vorangeschrittenen Verschmutzung teilweise zu einer Beeinträchtigung der Photovoltaik Anlage von 30 – 35 Prozent kommen. Deshalb ist es erforderlich, die Anlagen beständig zu Kontrollieren und möglicherweise Reinigen zu lassen. Bei größeren Photovoltaik Flächen entstehen hierbei schnell hohe Zusatzkosten. Gerne wird auch demineralisiertes Wasser (vollentsalzt) genutzt, um Kalkflächen zu vermeiden.
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Eine Reinigung muss immer schonend und vorsichtig durchgeführt werden, ansonsten könnte die Oberfläche der Solaranlage durch Kratzer beschädigt werden. Grundsätzlich sollten die Photovoltaik Module nicht betreten werden. Eine Reinigung erfolgt daher durch externe Dienstleister.

Wind und Wetter

Aber auch Wind und Wetter ist die Solaranlage ausgesetzt. Zwar arbeitet man an immer weiteren Schutzmöglichkeiten. Doch im Falle von Hagel kann es zu extremen Beschädigungen kommen. Vielfach müsste im Vorfeld die Photovoltaik Anlage mit einer dicken Decke oder Folie abgedeckt werden.

Immer nur wie auf dem Bild durch einen Fachbetrieb installieren lassen um Fehler zu vermeiden!

Das jedoch ist meistens zeitlich nur dann möglich, wenn es sich um eine kleinere Solaranlage handelt. Bei größeren ist dieses Ansinnen fast unmöglich. Die gute Nachricht: Die Schäden können über eine Versicherung gedeckt werden (dazu mehr in einer späteren Folge). Der Policen Beitrag kann aber je nach Lage und Größe der Photovoltaik Anlage deutlich in die Höhe gehen. Auch sind technische Defekte gar nicht einmal so selten. Soll die Anlage zum Beispiel nicht nur die Warmwasseraufbereitung unterstützen, muss auch die Heizungsanlage optimal optimiert werden. Hier kommt es immer wieder bei der Optimierung und Installation zu Fehlern.

Solaranlage und Brand

Auch bei einem Brand wirken sich die Photovoltaik Anlagen als Problem aus. Immer wieder wird berichtet, dass die Feuerwehr Häuser mit einer Solaranlage lieber abbrennen lassen, als einzugreifen. Grund: Bei einem Löschversuch könnte es bedingt durch die Anlage zu gewaltigen Stromschlägen kommen. Deshalb lässt man die Häuser lieber abbrennen, als sie zu retten. Denn bei einem Feuer lassen sich viele Photovoltaik Einrichtungen nicht abschalten. So wurde bekannt, dass die Feuerweht in Schwerinsdorf bei nur einem kleinen Zimmerbrand das gesamte Haus wegen der Solaranlage abbrennen ließ. Auch andere Fälle sind bekannt.- Nachdem vor einiger Zeit ein Feuerwehrmann beim Brand in einem Einfamilienhaus einen gewaltigen Schlag durch die installierte Photovoltaik Anlage erlitt, gilt vielfach die Regel: Häuser nicht zu retten, sondern kalkuliert abbrennen zu lassen. Selbst wenn von Außen die Stromversorgung abgeschaltet wird, hat das keinen Einfluss auf die Solaranlage. Denn diese liefert weiterhin durch die Sonneneinstrahlung Strom. Auch in der Nacht besteht diese Gefährdung weiterhin. Wie und in welchem Umfang dann die Versicherungen auf einen solchen Fall reagieren ist unklar und bislang kaum öffentlich dokumentiert.

… mehr in der nächsten Folge zur Vergütung und Förderung

 

Foto:  Klaus Uw Gerhardt / pixelio.de