Mauer bauen

Das Mauer bauen gehört für viele Heimwerker aber auch Handwerker zu den schönsten Aufgaben. Ansätze und Möglichkeiten dazu finden sich häufig. Ob nun direkt beim eigenen Haus oder im Garten. Wer eine Mauer bauen möchte, sollte dabei aber professionell vorgehen. Es bestehen unterschiedliche Mauertechniken, die alle wieder über spezielle Eigenheiten verfügen. Eine kurze Übersicht und ein paar nützliche Tipps für das Mauer bauen haben wir nachfolgend einmal zusammengestellt.

Grundsätzlich kann das Mauer bauen aus den unterschiedlichsten Materialien erfolgen. Handwerker greifen dafür gerne auf folgendes zurück:

  • Backsteine
  • Ziegelsteine
  • Porenbeton (auch Gastbeton) genannt
  • Zementsteine
  • Betonsteine

Heimwerker nutzen gelegentlich für das Mauer bauen auch Naturstein. Dieses Material bildet aber eigentlich eine Ausnahme und wird von Handwerkern nur ungerne verwendet. Neben dem eigentlichen Material, ist aber auch die Größe relevant.

Vor dem Mauer bauen

Die Größe der Steine, um eine Mauer bauen zu können, sind heute beim direkten Kauf im Fachgeschäft genormt.

  • Eine kleine Übersicht der Normen:
  • NF (Normalformat), 24 x 11,5 x 7.1 cm
  • DF (Dünnformat), 24 x 5,5 x 5,2 cm
  • 2DF (doppeltes Dünnformat), 24 x 11,5 x 10,3 cm
  • 3DF (dreifaches Dünnformat), 24 x 17,5 x 11,3 cm

Beim Mauer bauen spielt natürlich auch die Anordnung der Steine eine große Rolle. So können diese je nach Art und Dicke der Mauer quer, längs oder auch dreifach angeordnet werden. Umso größer der Durchmesser beim Mauer bauen ist, desto stabiler wird sie am Ende. Natürlich ist die Stabilität ebenso ein Kostenfaktor. Unter einem Binderverband verstehen Handwerker eine Mauerstärke gleich Steinlänge, also 24 cm. Daneben gibt es den Läuferverband, wobei die Mauerstärke gleich Steinbreite ist, also 11,5 oder 17,5 cm. Gerne wird auch der holländische Verband von Handwerkern eingesetzt. Dieser Kreuzverband hat eine Mauerstärke, die gleich der Steinlänge ist. Wer eine Mauer bauen möchte, kann auch den kombinierten Läufer- und Binderverband nutzen. Dabei entspricht die Mauerstärke der dreifachen Steinbreite.

Mauer bauen – Schritt für Schritt

Wer eine Mauer bauen möchte, sollte beachten, dass eine Fuge niemals durchgehend sein darf. Deswegen werden die Steine immer von einer zur nächsten gemauert. Dazu können die Steine einfach versetzt werden. Ein positiver Nebeneffekt bei der Versetzung: Die Mauer gewinnt mehr Stabilität. Möchten Heimwerker beim Mauer bauen zwei aufeinandertreffende erstellen, müssen diese mit einem Steinsatz verzahnt werden. Nur das gewährt die Stabilität.

Als Vorbereitung zum Mauer bauen sollte zunächst einen Richtschnur gespannt werden. So können Heimwerker den genauen Verlauf der Mauer bestimmen. Mörtel verhindert, dass Feuchtigkeit in die Mauer steigen kann. Heimwerker können dafür einfach ein Mörtelbett anlegen und Bitumen als Wassersperre einsetzen. Darauf kommt die nächste Mörtelschicht. So setzt sich das Mauer bauen nach und nach fort. Zunächst wird die erste Steinreihe verlegt. Dazwischen kommt immer eine Fuge (ungefähr 1 cm). Ist die erste Grundsteinreihe verlegt worden, wird nun stufenförmig weiter gemauert. Mörtel sollte beim Mauer bauen immer großzügig aufgetragen werden. Die Steine sind dabei leicht kreisend in den Mörtel zu drücken.

Mauerabschluss beim Mauer bauen

Am Ende folgt der Mauerverschluss. Nach dem Mauer bauen werden hierbei die Lücken aufgefüllt. Der Mauermörtel kann direkt fertig im Baumarkt gekauft werden. Wer selbst mischen möchte, gibt neben Sand auch Wasser nach Bedarf hinzu.

Bild: Schrottie/Flickr.