Kleiner Fliesen Ratgeber 2/2

Weiter geht es in unserem Fliesenratgeber. Bereits im ersten Teil hatten wir uns mit der Auswahl und dem Untergrund bei den Fliesen beschäftigt. Heute gehen wir auf die Verarbeitung ein. Bevor die Fliesen nun auf dem vorbereiteten Untergrund (siehe Artikel 1) aufgetragen werden können, sollte die Arbeitsfläche eingeteilt werden. Für das Verfliesen sollte auf der Wand eine lotrechte Mittellinie aufgezeichnet werden, von der aus die Fliesen (von links nach rechts) verlegt werden können. In Ecken sowie Nischen aber auch an Mauervorsprüngen sollten Sie immer mit einer ganzen Fliese beginnen. In der Regel werden die Stücke immer von unten nach oben verlegt. Beachten Sie unbedingt die Herstellerangaben zu dem Kleber. Dieser kann dann entsprechend auf dem Untergrund aufgetragen werden. Mit einem Zahnspachtel kann das Kleberbett gut gekämmt werden, wodurch gleichmäßige Kleberstege entstehen. Sodann kann die Fliese in das Kleberbett eingefügt und mit einem festen Druck befestigt werden. Der Sitz sollte immer direkt mit der Wasserwaage geprüft werden. Sowohl Heimwerker als auch Laien werden damit keine Probleme haben.

Ist nun die gesamte Fläche entsprechend verfließt, kann der Fugenmörtel mit einem speziellen Fugengummi aufgetragen werden. Achtung: Immer diagonal zum Fugenverlauf. Achten Sie dabei stets darauf, dass nicht zu viel Fugenmaterial auf den Fliesen stehen bleibt. Die Dehnungsfugen sollten Sie dabei keinesfalls zu fugen.

Fliesen – Reinigung nach dem Verfliesen

Sobald die Verfugung matt auftrocknet, kann mit einem speziellen Fliesenschwamm die Oberfläche gereinigt werden. Auch hierbei gilt: Den Schwamm diagonal zum Fugenverlauf zu führen. Frische Fugen sollten jedoch noch nicht ausgewaschen werden. Nach dem Reinigen kommt das Polieren. Hierfür eignet sich ein trockenes und weiches Tuch.

Wie ersetze ich eine beschädigte Fliese

Es kann immer einmal vorkommen, das eine Fliese beschädigt wird. Aus diesem Grunde hatten wir Ihnen im ersten Artikel bereits dazu geraten, Ersatzfliesen zu lagern. So lässt sich das kleine Missgeschick einfach und problemlos beseitigen. Mit einem stabilen Spachtel kann die Fuge einfach entfernt werden. Sitzt diese allerdings noch relativ fest, können kleinere Bohrungen (am besten nebeneinander) die Reste lockern. Mit dem Meißel können die Reste dann entfernt werden. Der alten Fugenmörtel und –Kleber sollte ebenfalls gründlich entfernt werden. Nach diesem Schritt kann neuer Fliesenkleber aufgetragen werden. Noch kurz einmal durchkämmen und die Fliese an der Wand anbringen. Damit die Fugenbreite nicht verändert wird, sollten Sie am besten Fugenkreuze verwenden. Ungefähr nach einer Trockenzeit von 20 Stunden können die Fugen nun gefüllt werden. Hier eignet sich am besten der Tuben-Füller.

Fugen wurden beschädigt

Sind hingegen die Fugen beschädigt worden, kann eine Ausbesserung ebenso einfach durchgeführt werden. Dieses sollte aber umgehend erfolgen. Andernfalls könnte Feuchtigkeit in den Untergrund eindringen und die Haftung der Fliesen könnte nachlassen. Für die Ausbesserung ist ebenfalls der Fugenfüller aus der Tube am sinnvollsten. Kurz vor dem Erhärten wird der Fugenfüller zum Abschluss mit einem Schwamm an den anderen umgebenden Fugen angepasst. Für Heimwerker und ebenso Laien einfach durchzuführen.

Bild: Sindre Wimberger/Flickr