Auto selbst lackieren – so geht’s

Vor dem Lackieren in Eigenregie haben die meisten Autobesitzer ein wenig Angst. Und es stimmt, dass die Voraussetzungen für eine saubere Karosserielackierung Übung, Know-how und ein wenig handwerkliches Geschick sind. Mit der richtigen Vorbereitung und gewissenhaftem Vorgehen kann sich aber auch der Laie an einer Autolackierung versuchen. Wir erklären, wie das geht.

Es gibt viele gut Gründe, die für einen neuen Anstrich des eigenen Wagens sprechen. Matt und unansehnlich gewordene Lackierungen an sehr alten Autos oder großflächig zerkratzte Unfallwagen können hier exemplarisch genannt werden. Wer Lack- und Blechschäden optimal absichern möchte, kann auch eine Versicherung günstig online abschließen. Um die Lackierung zu erneuern, kann man sich natürlich an einen Fachmann wenden. Das sollte man zum Beispiel tun, wenn es um eine aufwendige Effektlack-Ganzlackierung geht oder man sich selbst nicht an die Lackierung eines verhältnismäßig neuen Wagens herantraut. Möchte man doch selbst Hand anlegen, geht man am besten wie folgt vor:

Autolackierung: die grundlegende Vorbereitung

Bevor es ernst wird, empfiehlt sich das Üben an einzelnen Karosserieteilen, die man auf jedem Schrottplatz für wenig Geld erstehen kann. Die Grundlagen des Lackierens erklären wir übrigens hier. Danach gilt es, einen geeigneten Arbeitsraum zu finden, der gut belüftet sowie möglichst staubfrei und ausreichend beleuchtet ist. Zudem müssen Steckdosen und genug Platz vorhanden sein. Die eigene Garage in einer Wohnsiedlung ist meist nicht geeignet, da die Heizung die bei der Arbeit entstehenden Lackdämpfe entzünden könnte.

Die Säuberung der Karosserie

Nachdem man alle Roststellen entfernt, sämtliche Dellen ausgebessert, die Chrom- und Plastikrahmen abgenommen und die alte Farbe bis auf den Metalluntergrund abgeschmirgelt hat, säubert man die gesamte zu lackierende Oberfläche mit Terpentin und/oder vergälltem Alkohol, um sämtliche Fettrückstände zu entfernen (danach also nicht mehr mit bloße Händen anfassen). Mit speziellem Klebeband und Papier beziehungsweise dicker Folie werden hernach alle Oberflächen, die nicht eingefärbt werden sollen, abgeklebt. Dabei sind zwei Dinge wichtig: Einerseits sollte man die abgeklebten Flächen ganz genau auf Löcher und Risse hin untersuchen, und andererseits klebt man am besten auch gleich die Umgebung ab, damit der Arbeitsraum nicht auch völlig eingefärbt wird.

Das eigentliche Lackieren

Wer meint, jetzt müsse man nur noch den Lack aufsprühen, irrt sich. Zunächst muss die Oberfläche mit Rostprimer grundiert werden. Danach lässt man das Ganze trocknen und trägt die Grundierung gegebenenfalls noch ein zweites oder sogar drittes Mal auf (kommt auf das Produkt an). Vorsichtig schleift man die Grundierung nun mit einem 600er-Schleifpapier glatt. Es geht dabei nur darum, die Farbtropfen zu glätten. Nach einer weiteren Reinigung und dem Abschleifen mit Wachs, Fettentferner oder Aceton kann endlich die Farbe aufgesprüht werden. Nach der Trocknung folgt ein weiteres Abschleifen (1200er oder feineres Schleifpapier), und nach einer optionalen Klarlackbeschichtung (die ebenfalls sehr fein geschliffen werden will) kann man das Ganze mit Polierpaste auf Hochglanz bringen und den Lack so versiegeln.

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