Warum ein Tresor im Betrieb sinnvoll ist

Wohnungs- und Betriebseinbrüche sind in Deutschland leider keine Seltenheit. Sie sind in den letzten Jahren sogar angestiegen: Erst 2014 wurde ein Rekordwert von 150.000 Fällen gemeldet. Zwar wird ein Großteil der Einbrüche während der Abendstunden oder nachts verübt, aber auch Einbrüche bei Tag sind keine Seltenheit mehr. Die Aufklärungsquote der Polizei liegt dabei nur bei 15 Prozent. Es liegt also an jedem selbst, in den eigenen Einbruchschutz und in entsprechende Sicherheitstechnik zu investieren.

Was gehört in einen Haustresor?

Wertsachen sollten nie sichtbar oder leicht auffindbar in der Wohnung aufbewahrt werden. Schmuck, Sparbücher, Goldmünzen oder -barren sollten entweder zur Bank gebracht oder in einem eigenen Tresor eingeschlossen werden. Sollte sich – aus welchen Gründen auch immer – eine hohe Summe Bargeld im Haus befinden, gehört dieses auf jeden Fall auch in einen Tresor. Für Gegenstände, auf die man regelmäßig zugreifen möchte, ist ein Tresor im eigenen Zuhause zudem eine bequemere Alternative als der Gang zur Bank. Der Diebstahl von wertvollen Sammlungen, wichtigen oder vertraulichen Dokumenten oder Schlüsseln ist besonders gravierend, doch auch bei Einbrechern beliebte Elektronik-Artikel wie Digitalkameras oder Laptops sollten bei längerer Abwesenheit im Tresor verwahrt werden. Waffen sind eher ein Sonderfall: Zur Aufbewahrung muss ein Tresor mit einer vom Gesetz bestimmten Sicherheitsstufe genutzt werden, die von der Waffenart und -menge abhängt.

Tresore vs. Einbrecher

Die Abbruchquote bei Einbrechern ist sehr hoch. Ist es zu aufwendig oder zeitintensiv, in eine Wohnung oder in ein Haus einzudringen, ist die Aufgabe des Einbruchsversuchs wahrscheinlich. Ähnliches gilt für Tresore. Einbrecher verzichten oft auf die Bemühung, einen hochwertigen Tresor aufzubrechen, da ein verlängerter Aufenthalt in der Wohnung ein größeres Risiko darstellt, entdeckt zu werden. Von Tresoren mit einem Schlüssel-Schloss ist jedoch abzuraten. Denn auf der Suche nach dem Schlüssel verwüsten Diebe schon mal die gesamte Einrichtung. Leichte Tresore, wie zum Beispiel die typischen Dokumententresore bei abc-tresore.de, sollten zum Schutz vor Diebstahl über eine gute Verankerung verfügen oder sehr gut versteckt werden. Das auffällige Platzieren eines billigen Alibi-Tresors kann Einbrecher unter Umständen ablenken.

Sicherheitsstufen und Feuerschutzklassen von Tresoren

Wenn ein Feuer eine Wohnung oder Haus vollkommen verwüstet, ist es besonders verheerend, wenn dabei wichtige Dokumente und Wertgegenstände vernichtet werden. Werden Arbeitsdokumente zu Hause aufbewahrt, sollte ein Dokumentensafe mit einer Kombination aus Feuer- und Einbruchsschutz selbstverständlich sein. Aber Achtung: Ein guter Einbruchsschutz bedeutet nicht zwangsläufig Feuerfestigkeit! Unabhängige europäische Zertifizierungsstellen prüfen die Sicherheitsstufen (VdS oder ECB-S) und Feuerschutzklassen von Tresoren anhand verschiedener Faktoren. Das Ergebnis wird im Regelfall an der Türinnenseite als Zertifikat oder Plakette angebracht. Welche Sicherheitsstufe oder Widerstandsgrad ein Tresor hat, ist vor allem für die Versicherung des Inhalts von Bedeutung.

Tresore und Versicherungen

Bei einem Versicherungsabschluss für den Tresorinhalt bestimmen die ermittelten Sicherheitsstufen oder Feuerschutzklassen die maximal zu zahlende Deckungssumme. Sollten im Laufe der Zeit noch mehr Wertgegenstände hinzukommen, sollte man gleich eine höherwertige Sicherheitsstufe als eigentlich benötigt beim Tresorkauf wählen. Hausratsversicherungen schränken bei Einbrüchen oder Brand zudem ihre Leistungen bei Wertgegenständen, die nicht in einem den Anforderungen gerechten Tresor aufbewahrt werden, drastisch ein. Somit ist ein Tresor eine doppelte Absicherung: Zum einen gegen Einbrecher und zum anderen gegen Versicherungsanforderungen in Schadensfällen.

Bild: © istock.com/wragg