Versicherung Windkraft

Für die großen weißen Riesen ist nicht nur ein umfängliches Planungsverfahren notwendig, auch danach müssen viele Punkte beachtet werden. Ganz entscheidend für den Betrieb der Windkraft Anlage ist die Versicherung. Hier ist der Markt mittlerweile groß und für viele Betreiber unübersichtlich geworden. Dennoch gilt: Risiken können den Erfolg und die Rentabilität der Anlagen empfindlich mindern. Neben Konstruktionsfehlern, falscher Bedienung können auch Feuer und Hagel beträchtliche Schäden erzeugen. Immer wieder kommt es in diesem Zusammenhang vor, das das Getriebe bei der Windkraft Anlage ausgetauscht werden muss. Das kann bei zum Beispiel bei einer 2-MW Anlage schon einmal um die 200.000 Euro kosten. Damit verbunden sind aber auch Einbußen und Ausfälle, während die Kreditrückzahlungen unvermindert weiter erfolgen müssen. Ebenso sind Drittschäden keinesfalls auszuschließen. Schon der Abfall von Eis oder einem Eiszapfen kann beträchtliche Schadens- und Schmerzensgeldforderungen mit sich bringen.

Eckpunkte Windkraft Versicherung

Die Windkraft Versicherung sollte also bereits frühzeitig bedacht werden. Die Angebote und vor allem die Beiträge können bei den Gesellschaften stark differenzieren. Sinnvoll ist es daher, sich mehrere Angebote zur Windkraft Versicherung einzuholen. Bereits mit der Bauphase sollten Sie über eine Windkraft Versicherung verfügen.

Bauphase und Betriebsbeginn
Die meisten Gesellschaften bieten in der Bauphase spezielle Windkraft Versicherung, die temporär gefasst sind. Dazu gehören zum Beispiel die Bauleistungs- und Montageversicherung. Versichert sind dabei die Anlagen, das Material sowie Bauleistung und alle benötigten Bauteile. Mit der Inbetriebnahme endet diese Windkraft Versicherung oder geht über in die sogenannte Objektversicherung. Dabei ist dann die gesamte Technik sowie auch alle Einrichtungsteile und natürlich das Fundament abgesichert. Die Windkraft Versicherung bietet dem Betreiber Schutz bei Feuer, Hagel und Bedienungsfehler. Im letzten Punkt sollten Sie genau prüfen ob auch Ungeschicklichkeit bzw. Vorsatz mitversichert sind. Zusätzlich können bei den meisten Anbietern auch weitere Elementargefahren abgesichert werden.

Auch Folgekosten sollten in der Windkraft Versicherung immer mitversichert sein. Dazu gehören zum Beispiel Entsorgungs- aber auch Aufräumungskosten.

Einnahmeausfall
Mit jedem Schaden und ist er auch noch so klein kann ein Einnahmeausfall einhergehen. Und Kenner wissen, der Austausch selbst kleiner Teile kann manchmal Tage oder sogar noch länger dauern. So kommen also neben den Kosten für die Beschaffung und den Austausch auch noch die Einnahmeausfälle hinzu. Teilweise haben einzelne Ersatzteile monatelange Lieferzeiten. So kann es bei einer 2-MW Anlage schnell zu einem Einnahmeausfall von über 150.000 Euro (6 Monate) kommen. Darum sollten Sie bei der Windkraft Versicherung auf die einzelnen Punkte zur Abwicklung genau blicken. Die Fragen: Ab wann werden Einnahmeausfälle übernommen und genauso wichtig – bis zu wieviel Monaten? Dazu passend sollte auch der Blick darauf fallen, ob eine Höchstbeschränkung vorhanden ist.

Umweltschäden
Gleichzeitig sollte bei der Windkraft Versicherung geprüft werden, ob auch Umweltschäden mit einbezogen sind. Hier ist vielfach eine gesonderte Umwelthaftpflicht Versicherung im Verbund abzuschließen. So können Sie bequem Umweltschäden an geschützten Pflanzen und Tieren aber auch auf fremden Böden absichern.

Insolvenzrisiko beschränken

Ohne eine passende Windkraft Versicherung laufen Sie immer Gefahr bei einem Schaden finanziell in eine mögliche Insolvenz zu rutschen. Immerhin können sich bei Personenschäden immense Forderungen ansammeln. Zudem müssen die Kredite auch bei einem Ausfall weiter bedient werden. Und Ausfälle von mehreren Monaten sind bei Windkraftanlagen keine Seltenheit.

 

 

Bild: uschi dreiucker, Thorben Wengert  / pixelio.de