Giftstoffe in den eigenen Wänden 1/3

Für Heimwerker steht die Gesundheit in den eigenen 4-Wänden fast immer ganz oben auf der Liste. Trotz der Gefahren von Giftstoffen lassen sich diese heute nach wie vor im Haus finden. Asbest, Schimmel und Co. sind auch nach vielen Jahrzehnten Sanierung und Renovierung immer noch ein großes Gesundheitsrisiko. So wissen auch Heimwerker aber ebenso Handwerker, dass viele Baumaterialien giftige Stoffe enthalten können. Neben den bereits aufgeführten Klassikern wie Asbest und Lindan gibt es aber noch weit weniger bekannte Stoffe, die beinahe überall lauern können. Vor allem Altbauten sind davon betroffen. Nicht immer erfolgt bei einer Sanierungsmaßnahme auch die Entfernung der bestehenden Gefahrenstoffe. Oft liegt das auch an der Unwissenheit der Heimwerker sowie Handwerker.

Unwohlsein und andere Anzeichen

Es gibt die unterschiedlichsten Anzeichen, wie unser Körper auf Giftstoffe reagieren kann. Fast immer ist es ein schleichender Prozess, von dem auch viele Handwerker berichten können. Reaktionen auf Asbest, Schimmel und andere Giftstoffe setzen in der Regel nicht sofort oder kurzfristig ein. Sondern in der Regel erst nach einer Weile. Das kann von den unterschiedlichsten Symptomen reichen. Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Reizungen und so weiter. Trotz dieser Anzeichen fällt es selbst Heimwerker und Ärzten schwer, die Symptome auf mögliche Giftstoffe in der eigenen Wohnung zurückzuführen. Erst wenn Betroffene für eine Weile die Wohnung verlassen (Urlaub, Kur, etc.) bilden sich die ersten Anzeichen für einen Rückschluss.

Die Folgen können beim Heimwerker unterschiedlich sein
Giftstoffe können sich in den unterschiedlichsten Formen zeigen. Es gibt Handwerker, die darauf gar nicht reagieren, andere zeigen erst nach vielen Jahren erste Symptome. Aber auch Allergien können ihre Ursachen in den Giften, die in unseren Wänden schlummern, haben. Wieder andere Schadstoffe auch, greifen sie das Immunsystem an oder können sogar beim Heimwerker krebserregend sein.

Experten zur Seite holen

Besteht der Verdacht, dass Giftstoffe oder Schimmel in der Wohnung vorhanden sind, sollten unbedingt Experten zur Hilfe geholt werden. Sogenannte Baubiologen und Innenraumanalytiker können sich in nur kurzer Zeit ein vorläufiges Bild möglicher Belastungen beim Heimwerker in seiner Wohnung machen. Das Feststellen und Orten der Gefahrenquellen wird so einfach möglich. Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit, eine direkte Materialprobe an ein Labor zu senden. Heimwerker finden spezielle Labors in fast jeder größeren Stadt. Dort lässt sich durch eine gezielte Analyse feststellen, ob und welche Gifte vorhanden sind. Die Kosten sind überschaubar und das Ergebnis liegt dem Heimwerker in der Regel binnen einer Woche vor. Asbest lautet dabei oft das Urteil. Immerhin wurden zum Beispiel Asbestfasern noch bis 1993 hergestellt. Die Dunkelziffer über das erlaubte Verwendungsdatum ist hoch. So finden Handwerker immer wieder Asbest auch in jüngeren Neubauten. Einige der Gefahrenstoffe haben wir einmal in einem nachfolgenden Bericht zusammengestellt.

 

Bild: Jan Tornack / pixelio.de