Mit Effizienzhäusern sparen

Im Bereich der Effizienzhäuser bestehen heute unterschiedliche Konzepte. Oft lohnen sich die Investitionen nur dann, wenn die Energiepreise auch wirklich weiterhin langfristig ansteigen. So zumindest bei den normalen Effizienzhäusern. Andere mittlerweile sehr durchdachte Möglichkeiten sind Effizienzhäuser Plus und das sogenannte Passivhaus. Hierbei lassen sich besonders große Erfolge erzielen, um den Energieverbrauch deutlich zu senken. Im Hinterkopf sollte dabei immer ein Gedanke stehen: Der Energiepreis.

Hier im Bild ein Passivhaus. Wohnen ohne Heizanlage.

Die Zeiten, in denen Energie billig zu haben war, sind längst vorbei. In den nächsten 10 – 15 Jahren wird der Energiepreis weiter nach oben steigen. Auch der Klimawandel wird dazu vieles beitragen. Gleichzeitig können moderne Heizungsanlagen heute länger denn je genutzt werden. Auch dadurch kommt es zu einer oft interessanten Amortisation nach nur kurzer Zeit. Grundsätzlich gilt aber auch: Nicht übereilt handeln. Lassen Sie sich Zeit bei der Wahl der richtigen Heizungsanlage. In der Regel sind die Investitionskosten geringer als die Betriebskosten über die kommenden Jahre.

Energiesparverordnung

Bereits mit der Energiesparverordnung (EnEV) hatte der Gesetzgeber vor einiger Zeit eine Mindestanforderung an den Energiebedarf von Gebäuden festgelegt. Diese basiert dabei auf dem primären Energiebedarf. Dabei wird der primäre Bedarf neben dem Energiebedarf für Warmwasser und Heizung als eine sogenannte Vorkette berücksichtigt. Der Bauherr kann nun im Rahmen dieser Anforderungen nach Belieben bauen.

Effizienzhaus

Seit dem die Energiesparverordnung 2009 in Kraft getreten ist, sind Effizienzhäuser praktisch der Einstieg und erfüllen somit den Basisstandard. Effizienzhäuser sollen bis zu 70 Prozent Kilowattstunden an Primärenergie pro Quadratmeter verbrauchen.

Passivhaus

Das Passivhaus ist eine erweitere Version vom Effizienzhaus. Dabei wird der Energiebedarf im Passivhaus so weit gesenkt, dass die Häuser ohne eine Heizungsanlage auskommen. Das Gebäude wird zumeist nach Süden ausgerichtet und luftdicht gedämmt. Mittels eine Lüftungsanlage und einer Wärmerückgewinnung wird frische Luft zugeführt, die sogleich im Winter auch für eine Nachheizung sorgt.

Effizienzhaus Plus

Das Effizienzhaus Plus wird auch gerne als Nullenergiehaus bezeichnet. Hierbei wird eine zusätzliche, oft überschüssige Energie im Jahr erzeugt. Diese kann in Form von Wärme oder Strom in das Netz eingespeist oder dort gespeichert werden. In der Regel sind dazu zusätzliche aktive Systeme notwendig. Dazu gehören Solaranlagen, Solarwärme und Erdwärmetauscher.

 
Bild: Michael Lorenzet  / pixelio.de