Gaspreise steigen

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Gas weltweit deutlich angestiegen. Immer mehr Menschen benötigen Gas. Ein Problem, das sich auch auf die Gaspreise auswirkt. Zudem ist Erdgas nicht nur für private Verbraucher nutzbar, sondern auch immer mehr als umweltfreundlicher Rohstoff in der Industrie auffindbar. Das Bild setzt sich auf den Straßen fort. Immer mehr Autos nutzen vermehrt Erdgas als Tank. Die Tendenz ist steigend. Besonders in Deutschland. Da hier im Rahmen der Energiewende auch Gas als nutzbare Option dazugehört. Fakt ist damit, dass sich die Ressource Gas im Laufe der nächsten Jahre weiter deutlich verknappen könnte. Das bedeutet vor allem für Verbraucher steigende Preise.

Müssen Verbraucher wirklich steigende Preise hinnehmen?

Um dem entgegenzusteuern, entfiel die Ölpreisbindung auf Gas. Hier versprach sich der Gesetzgeber fallende oder stagnierende Gaspreise. Dennoch steigt auch dieses Jahr der Preis weiter nach oben. So bekamen schon im Juli dieses Jahres 160.000 Gaskunden von RWE die Mitteilung, das die Preise für die Grundversorgung steigen würden. Laut Handelsblatt  um bis zu 6 Prozent.

Ölpreisbindung auf den Gaspreis

Seit den 1960er Jahren war die Verknüpfung des Ölpreises mit dem Gaspreis üblich. So wurden zum Beispiel Preisentwicklungen beim Ölpreis in einem Zeitraum von 3 – 5 Monaten auch auf den Gaspreis übertragen. Hierzu bestanden bei den Konzernen unterschiedliche Formeln für die Berechnung. Hintergrund dieser Verknüpfungen waren vor allem die Sicherung der hohen Investitionen, die viele Konzerne in die Erdgasförderung steckten. Gleichzeitig sollten aber auch Abnehmer, also die Verbraucher, vor zu starken Schwankungen geschützt werden. Diese Verknüpfung wurde aber seit je her von vielen Fachleuten kritisiert. Vor allem wurde immer wieder bemängelt, dass die Preisanpassung kaum eine Möglichkeit nach unten beim Gaspreis vorgesehen hatte. Seit 2010 ließ sich an den Märkten in Europa eine große Differenz zwischen Gas- und Ölpreis beobachten. In der Folge verständigte man sich darauf, die Ölpreisbindung wieder zu kippen.

Die Folgen sind vielfältig. Das Verbraucher davon profitieren ist jedoch bislang noch nicht bemerkbar. Auch auf absehbarer Zeit wird sich daran wenig ändern. Die Konzerne hingegen machen dabei kurzfristig einen guten Gewinn. So konnten sie mit den großen Produzenten (z.B. Gazprom) völlig neu verhandeln. Auch für Altverträge. Herausgekommen sind dabei Milliardennachlässe.

Überangebot gegen Marktregeln

In den letzten Monaten kam es zu einem Überangebot an Gas. Das kommt immer wieder einmal vor. Abseits der sonstigen Knappheit von Gas, eigentlich ein Grund zur Freude. Trotz aller Marktregel wirkte sich dieses aber fast nie auf den Gaspreis auf. Viele Anbieter argumentieren mit gestiegenen Netzentgelten. Aber auch der unklare Regierungskurs bei den Erneuerbaren Energien wirke sich massiv auf die Gaspreise aus. Verbraucherschützer halten das dennoch nicht für eine ausreichende Erklärung. Wer den Markt beobachtet, erkennt zudem ein Wirrwarr von Leistungen und Anbieter. Für den normalen Verbraucher ist dabei kaum ein Durchblick erkennbar. So senkten zum Beispiel 70 Anbieter die Gaspreise, während mehr als 180 diesen deutlich nach oben setzten. Dennoch lässt sich immer noch ein Bild in Deutschland erkennen: Kunden wechseln nur ungerne ihren Anbietern. So viel Treue und Loyalität ist zwar bemerkenswert, aber keinesfalls clever.

Warum sollten Sie vergleichen

Gerade bei Gas und Strom haben Sie den Vorteil, dass praktisch jeder Anbieter genau die gleichen Leistungen anbietet. Nur die Preise differenzieren sich teilweise enorm. Sinnvoll ist daher ein Vergleich der Preise immer. Mit nur wenigen Klicks können die einzelnen Anbieter im Internet einfach verglichen werden. Weitere Infos zum Gaspreisvergleich erhalten Sie hier. Die Nutzung ist immer unverbindlich und kostenlos. In der Regel lassen sich auch beim Gaspreis Einsparungen von XXX Euro erzielen. Ersparnisse von um die 500 Euro pro Jahr sind dabei keine Seltenheit. Mindestens 100 – 150 Euro können immer eingespart werden. Bei diesen Zahlen sollte man seine Treue gegenüber dem alten Lieferanten ruhig überdenken.

Was ist beim Wechsel zu beachten

Die Möglichkeit zum Wechsel besteht bereits seit dem 01. April 2006. Eigentlich wurden die Energiemärkte bereits mit dem Jahr 1998 liberalisiert. Dennoch sollte es 8 Jahre dauern, bis auch Kunden in den Genuss der Liberalisierung kommen konnten. Die ersten Angebote gab es dann aber erst Ende 2006. Die Energiekonzerne stellten sich mit dem Gedanken eines freien Marktes schwer und versuchten dieses zunächst zu verhindern. Die Anlaufschwierigkeiten sind aber längst vom Tisch. Heute kann jeder Verbraucher vollkommen frei über seinen Gaslieferanten entscheiden. Nachteile bei einem Wechsel muss der Kunde dabei nicht in Kauf nehmen. Ganz im Gegenteil. Wer sich für einen Wechsel entscheidet, wird zum nächst möglichen Termin unterbrechungsfrei beliefert. Auf ein paar Punkte sollten Sie aber dennoch achten.

Zunächst einmal sind natürlich die Kosten entscheidend. Diesbezüglich ist ein Vergleich grundsätzlich sinnvoll. Attraktiv kann zudem auch eine Preisgarantie sein. Allerdings nur, solange diese mit einer nicht zu langen Vertragsbindung einhergeht. Fachleute empfehlen daher immer, ein Mittelmaß zwischen Garantie und Bindung zu suchen.

Der Wechsel verläuft recht einfach. Haben Sie Ihren neuen Anbieter für Gas gefunden, regelt dieser die Kündigung und die weitere Vertragsabwicklung. Außer einigen Klicks und Ihren Angaben müssen Sie kaum etwas unternehmen. So einfach kann der Wechsel sein.

Auf die Kündigungsfristen achten

Jeder schimpft immer auf Preissteigerungen. Dabei sollten Sie auch das Positive dabei sehen. Laut Gesetzgeber können Sie bei Preiserhöhungen, zum Beispiel bei Versicherung, Strom und auch eben Gas sofort kündigen. Sie müssen keine bestehenden Kündigungsfristen beachten und können somit sofort zu einem neuen Anbieter wechseln. Das Ganze erfolgt durch ein Sonderkündigungsrecht. Diese Option können Sie bis zu 4 Wochen nach dem Bekanntwerden der Erhöhung beim Gaspreis nutzen. In der Regel sollte der Verbraucher dabei den Vertrag selbst per Einschreiben kündigen. Bei der Anmeldung für den neuen Lieferanten ist dieses am besten als Notiz zu vermerken.

Wer jedoch diese Option verfallen lässt oder regulär kündigen muss, kann sich dabei nur an die vertraglich vereinbarten Fristen halten. Wer noch bei den örtlichen Stadtwerken als Kunde ist, hat dabei zumeist eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende zu beachten. Bei anderen Anbietern hängt diese Frist von der vereinbarten Zeit ab.

Fazit Gaspreis und Wechseln

Der Wechsel verläuft reibungslos, ohne dass jemand in Ihre Wohnung muss. Eine Unterbrechung müssen Sie ebenfalls nicht befürchten. Für den Wechsel nach dem Vergleich Gaspreise reicht es in der Regel aus, beim neuen Anbieter auf dessen Webseite den Auftrag zu erteilen. Alles Weitere (Kündigung, Wechsel, etc.) läuft vollkommen automatisch. Wenig Arbeit.- Dafür verbleibt unter dem Strich oft ein hohes Plus für den eigenen Geldbeutel. Ein schönes Geschenk, so kurz vor Weihnachten.

 

Bild: Guenter Hamich, Herbert Walter Krick / pixelio.de