Lüftungsanlagen als Energiesparmodell

Das Lüftungsanlagen sinnvoll gegen Schimmel und Schadstoffe wirken können, ist allgemein bekannt. Doch die Anlagen sind viel mehr als das und können auch zu einem Energiespartraum werden. Lüftungsanlagen sorgen dafür, dass keine unnötige Energie verheizt wird. Ein Grund, warum viele Häuser immer öfters umfangreich gedämmt werden (Stichwort Passivhaus). Eine solche umfangreiche Dämmung wirkt sich natürlich auch positiv auf die Heizkostenabrechnung aus. Doch die Einsparungen haben auch Kehrseiten, worüber Befürworter und Kritiker heftig streiten. Das Passivhaus oder eine zu starke Dämmung (Niedrigenergiehaus) ist eine Einladung für Schadstoffe und Feuchtigkeit. Letzen Endes auch für Schimmel. Im Passivhaus können Feuchtigkeit und Schadstoffe nicht einfach mehr so entweichen. In der Folge steigt die Luftfeuchtigkeit in den Räumen auf Dauer an, wodurch sich die Schimmelgefahr deutlich erhöht.

Lüftungsanlagen als Hilfe

Dennoch gibt es auch hierzu Alternativen, die im Passivhaus oder bei gedämmten Objekten zum Einsatz gelangen können. Eine Lüftungsanlage bietet eine kontrollierte Lüftung und kann damit Feuchtigkeit und Schadstoffe entsorgen. Automatisch wird dadurch zugleich die schlechte gegen frische Luft ausgetauscht. Fenster oder Türen müssen dazu keinesfalls geöffnet werden. Zusätzliche Filter bei der Lüftungsanlage sorgen für hygienische Zustände und machen die Anlage zu einem perfekten und wartungsfreien System. Die Filter erweisen sich als besonders langlebig. Direkte Filtermatten an den Abluftventilen sollten alle 2 – 6 Monate gereinigt werden. Hierzu reicht eine einfache Waschlauge aus. Die Reinigung ist ungefähr bis zu 4 x möglich. Danach sollte ein Austausch erfolgen. Entsprechende Pollenfilter sind in den meisten Lüftungsanlagen bereits eingebaut. Andere Filter, die sich zum Beispiel im WRG Gerät befinden, müssen ungefähr alle 3 – 6 Monate gewechselt werden. Die dazu passenden Filter bekommt man z.B. auf filter-caps.de. Ob ein Wechsel tatsächlich erforderlich ist, wird aber automatisch durch die Filterwechselanzeige angezeigt.

Keine Bakterien
Eine Lüftungsanlage hat einen großen Vorteil gegenüber einer Klimaanlage. Im letzteren Fall wird die Anlage mit Umluft betrieben, wodurch auch das Thema Bakterien hervorkommt. Bei einer Lüftungsanlage ist das jedoch nicht der Fall. Da es sich um eine reine Frischluftanlage handelt, entstehen auch keine Bakterien.

Vorteile von Lüftungsanlagen

Die Frischluftzufuhr erfolgt 24 Stunden am Tag. Auch dann, wenn Sie abwesend sind. Selbst im Urlaub erfolgt ein automatischer Austausch. Optimiert wird dabei der Frischluftgehalt auf einen Idealwert. Zugleich wirken sich Lüftungsanlagen ebenso auf die Raumtemperatur aus, was sich besonders an heißen Sommertagen oder recht kalten Wintertagen positiv auswirkt.

Auswirkungen haben Lüftungsanlagen aber auch auf Gerüche. Als schönes Beispiel nehmen wir hierfür neue Fußböden oder neue Möbel, die in der Regel durchaus in der ersten Zeit einen strengen Geruch haben können. Da durch die Lüftungsanlagen aber kontinuierlich fortgelüftet wird, wirkt sich das ebenfalls bei diesen Beispielen mit einer deutlichen Verbesserung der Raumluft aus.

Schutz für Allergiker
Pollen und Staub werden durch die Lüftungsanlagen gefiltert. Hierdurch fühlen sich auch Hausstaubmilben nicht mehr wohl. Für Allergiker ein deutliches Plus.

Je nach Bedarf steht eine zentrale oder eine Dezentrale Lüftungsanlage zur Wahl. Auf die Unterschiede gehen wir bald in einem neuen Artikel ein.

[Bild: Rob Harrison/Flickr.]