Haus von der Stange wird immer unbeliebter

Marcus Kuntze/Flickr.

Handwerker spüren es bereits seit vielen Jahren. Der Trend zum Fertighaus wächst konstant. Aber immer mehr Kunden wünschen hierfür individuelle Lösungen. Das betrifft sowohl die Innen- als auch die Außengestaltung. Grundrisse müssen somit beim Fertighaus flexibel ausgelegt werden können. Bereits vorgefertigte und mehrfach angewandte sind kaum noch beliebt. Eine Vielzahl der Anbieter in dem Markt hat sich darauf mittlerweile spezialisiert und bietet in Zusammenarbeit mit Architekten individuelle Lösungen an. Die Handwerker setzten damit auch beim Fertighaus sehr individuelle Maßstäbe. Insgesamt sind aber nicht nur von der Kundenseite die Anforderungen gewachsen. Die nnz-online  berichtete bereits von den gestiegenen Erwartungen und Wünsche der Kunden. Auch der Gesetzgeber verlangt hohe Auflagen. So belastet bereits die seit 2002 bestehende Energiesparverordnung, die regelmäßig (zuletzt im Jahr 2014) angepasst wurde. Alle 5 Jahre erfolgt eine weitere Anpassung. Für den Bauherrn bedeutet das praktisch jeweils höhere finanzielle Investitionen. Wer ein Fertighaus wünscht, sollte die Umsetzung unbedingt noch vor 2016 realisieren. Für das Jahr sind zahlreiche neue Änderungen geplant, die vor allem beim Neubau anfallen. Der Jahresprimärbedarf soll demnach um 25 Prozent gesenkt werden und zusätzlich wird eine Wärmedämmung der Gebäudehülle um bis zu 20 Prozent erwünscht. Damit verbunden sind auch für bereits ältere Bauten die Austauschpflicht der Heizkessel und der oft kritisierte Energieausweise.

Fertighaus macht dennoch Sinn

Immobilien sind in der Regel keine guten Geldanlagen. Die Zinsen sind enorm niedrig und der Inflationsschutz ist kaum vorhanden. Doch wer mit einem Fertighaus die eigenen 4-Wände umsetzen möchte, ist dabei stets gut beraten. Abhängig von Vermietern und anderen Nachbarn zu sein, ist ein hohes Gut, das nicht unterschätzt werden sollte. Ein Fertighaus offenbart zusätzlich weitere Vorteile. Im Gegensatz zu einem normalen Bauvorhaben, erfolgt die Lieferung durch einen Handwerker, der für Sie Ansprechpartner ist. Damit wird der Weg zum Wohnen im eigenen Haus zu einer bequemen Angelegenheit. Viel wichtiger und maßgebender ist aber beim Fertighaus die kurze Bauzeit. In nur wenigen Tagen kann es vollständig errichtet werden. Dadurch entfallen auch finanzielle Doppelbelastungen, die bei längeren Bauzeiten (Finanzierung und Mietausgaben) anfallen. Das Bauwerk ist bereits nach wenigen Tagen ausgetrocknet. Nun bleibt nur noch die Frage, ob es wirklich so viele Mängel gibt, wie häufig in den Medien zu entnehmen ist. Experten sagen nein. Die Handwerker sind deutlich besser als ihr Ruf.

Geld sparen
Wer Geld sparen möchte, kann beim Hausbau auch zum Handwerker werden. Ein sogenanntes Ausbauhaus bietet genügend Freiraum, um Hand an zu legen und gleichzeitig viel Geld sparen zu können. Hierbei bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, die auch davon abhängen, wie gut das eigene Geschick ist.