Handwerker wollen mit Strom fahren

Immer mehr Handwerker spielen mit dem Gedanken, ein Elektrofahrzeug einzusetzen. Einige Transporter sind bereits auf dem Markt, die auch in handwerklichen Betrieben Einsatz finden könnten. Das Angebot wächst, ebenso wie die Reichweiten der neuen Transporter, die auch bei schwerer Beladung so einige Kilometer hinter sich bringen können. Kritik gibt es allerdings weiterhin beim Preis. Elektrotransporter sind vielfach preislich kaum finanzierbar und gelten lediglich als eine Art Vorzeigefahrzeug, dass das Image des Betriebes repräsentieren soll. Viele Handwerker haben aber bereits geäußert, dass eine Anschaffung durchaus dann in Reichweite kommt, wenn die Hersteller ihre Preise senken würden.

Das es auch anders geht, beweist die Bundesregierung, die weitreichende Änderungen mit dem neuen Elektromobilgesetz einführen möchte. Nach Angaben der Mindener Rundschau sollen die neuen Regelungen im Februar 2015 in Kraft treten. Ziel ist dabei die Bevorzugung von Elektro- & Hybridfahrzeugen im Straßenverkehr. Dabei sollen die Bevorzugungen, laut der Mindener Rundschau weitreichend sein und sogar bis zu den Parkgebühren reichen. Das neue Elektromobilgesetz könnte damit neuen Schwung in den Markt bringen. Auch in den Kreisen der Handwerker werden die Änderungen sehr genau beobachtet.

Handwerker wollen Strom

Elektro ist nicht nur trendig, sondern kann auch das Firmenimage verbessern. Das beweist ein Elektroinstallateur aus Freiburg, der mittlerweile in seinem Fuhrpark 15 Elektrofahrzeuge einsetzt. Dadurch konnte der Handwerker sein staubiges Images auffrischen und neue Kunden gewinnen. Laut seinen Aussagen, können mit den kompakten Elektrofahrzeugen (darunter unter anderem der Vito E-Cell von Mercedes Benz) alle Fahrten und Transporte zuverlässig durchgeführt werden. Aufgeladen werden die Elektrofahrzeuge in der Nacht oder bei Standzeiten. Täglich legen die einzelnen Fahrzeuge um die 50 – 90 Kilometer mit Material und Personal zurück.

Dass der Markt in Bewegung kommt, zeigt sich auch daran, dass immer mehr renommierte Marken auch Elektrotransporter ins Programm nehmen. Darunter befinden sich mittlerweile so einige Fahrzeuge, die auch für den handwerklichen Einsatz tauglich sind. Neben Mercedes Benz bieten u.a. folgenden Hersteller Alternativen: Renault, Peugeot und Iveco. Mit dem neuen Elektromobilgesetz dürfte in Deutschland die Branche weitere Fahrt aufnehmen. Auch Handwerkern dürfte es damir ein wenig leichter fallen, den Schritt zu einem Elektrofahrzeug zu wagen.

Wirtschaftlichkeit
Bis dahin wird aber das Problem der Wirtschaftlichkeit weiter bestehen bleiben. Bis heute gibt es kein Elektrofahrzeug, das wirklich wirtschaftlich zu betreiben ist. Während Renault mit seinem Kangoo Modell noch bei über 20.000 Euro liegt befindet sich der Daily Eletric von Iveco schon bei 70.000 Euro. Kalkulierbar sind diese Preise für einen handwerklichen Betrieb nicht.

Mittlerweile wachsen jedoch die Förderungen in unterschiedlichen Bereichen an. Neben einer Kfz-Steuerbefreiung von zehn Jahren bieten einige Energieversorger zusätzlich um die 1.000 – 2.000 Euro an Förderung für Handwerker an. Wird der Elektrotransporter beim Handwerker auch privat genutzt, darf er den Kaufpreis (für die Ein-Prozent-Regelung) um die Kosten für das Batteriesystem mindern.

[Bild: Irekia/Flickr.]