Gartensaison vorbereiten

Der erste Schnee ist gefallen. Viele Städte in Deutschland schimmern wie kleine Kristalle unter einer leichten Schneedecke. In den kommenden Monaten wird es sicherlich noch öfters zum Schneefall kommen. Vor allem die Kleinen freut es, die nun endlich Schneemänner bauen und sich in den weißen Flocken vergnügen können. Zugleich bedeutet das aber auch, das wir uns auf die kommende Gartensaison schon einmal gedanklich vorbereiten sollten.

Gedanklich bedeutet auch unter anderem den Fokus auf benötigte Materialien zu werfen und eine kleine Planung anzulegen, wie und in welcher Art dieses Jahr der Garten gestaltet werden soll. Kleine Skizzen über die Aufteilung und Listen können helfen, sich einen Überblick für die kommende Gartensaison zu verschaffen.

Folgendes sollte überlegt werden

  • Wie soll der Garten nachher aussehen?
  • Welche Pflanzen sollen gepflanzt werden (und wo)?
  • Art und Form des Rasens
  • Welche Gartengeräte, Materialien und Samen benötige ich?
  • Ab wann können welche Arbeiten durchgeführt werden?

Gießen auch nicht im Winter vergessen

Viele Gartenbesitzer nehmen an, dass im Winter das Gießen vernachlässigt werden kann. Das ist sicherlich der Fall, wenn die Tage frostig und kalt sind. Doch sobald ein paar wärmere Tage dazwischen liegen, sollten auch die Pflanzen im Garten gegossen werden. Das gilt vor allem von Januar bis April. Zeiten, in denen wir immer wieder mit Schnee und Frost rechnen müssen. Sinnvoll ist hierfür die ganz normale Gießkanne, die in keinem Garten fehlen sollte. Auf den Gartenschlauch sollte in der kühlen Jahreszeit verzichtet werden, da es unter Umständen zu Frostschäden in der Leitung kommen kann.

Garten richtig bewässern

Wird es wärmer und es geht zum Sommer, sollte auch der Garten unbedingt richtig bewässert werden. Sinnvoll ist dafür ein Bewässerungsplan, da jeder Garten andere Faktoren mit sich bringt. Einige Tipps für das richtige Gießen haben wir nachfolgend zusammengestellt.

Nur im Wurzelbereich gießen
Gießen Sie nie bei praller Sonne. Falls doch, dann bitte nur im Wurzelbereich am Fuß der Pflanze. Insgesamt sollte eigentlich immer nur der Wurzelbereich bewässert werden. Blattwerk und andere oberirdische Pflanzenteile am besten nicht mit Wasser benetzen. Das fördert vor allem den Befall mit Pilzen und Schimmel.

Gießen einfach machen
Achten Sie immer auf den richtigen Schlauch beim Bewässern. Eine Gießkanne ist nur in kalten Tagen sinnvoll. Ist es wärmer, sollte immer ein Schlauch zum Einsatz kommen. Doch dieser ist meistens ungeliebt, aufgrund der Länge und des hohen Gewichtes. Zudem muss dieser auch später wieder verstaut werden. Eine oft mühevolle und dreckige Arbeit.

Aber es geht auch anders. Mittlerweile können Sie einen Flexischlauch einfach im Internet erwerben. Fast ohne Eigengewicht dehnt er sich mit der Wassermenge entsprechend aus und rollt sich praktisch nach dem das Wasser abgestellt wird, wieder zusammen. Das erspart das hohe Eigengewicht und lässt den Flexischlauch platzsparend beinahe überall verstauen. Ein weiterer Vorteil beim Flexischlauch ist seine hohe Elastizität, wodurch Risse und Löcher praktisch nicht vorkommen. Ausgestattet ist der Schlauch bereits mit einer Multifunktionsdüse (8 vers. Sprüheinstellungen). Ein Gardena Adapter macht den Flexischlauch kompatibel mit fast allen Wasserhähnen. Einfacher geht es nicht.

Auch die Längen sind wählbar. So kann der Flexischlauch bereits ab 7,5 Metern erworben werden und eignet sich dabei für Terrassen, den Balkon oder auch die Wohnung. Für einen mittelgroßen Garten sollte einfach auf einen 15 Meter langen Schlauch zurückgegriffen werden. Ist der Garten verwinkelt, bietet sich sogar ein 30-Meter-Schlauch an. Aus unserer Nutzungserfahrung raten wir lieber immer zu einem größeren Flexischlauch. Denn im Gegensatz zum herkömmlichen Modell ist dieser fast ohne Gewicht und benötigt nur wenig Lagerfläche (da er sich automatisch wieder zusammenzieht/rollt).

Besser einmal kräftig!
Übrigens ist es immer besser, einmal kräftig mit dem Schlauch zu bewässern, als immer nur ein bisschen! So gelangt das Wasser tiefer und besser in den Boden. Zusätzlich sollte auch der Boden regelmäßig gehackt werden, um ein Austrocknen zu verhindern. Übrigens benötigen frisch gesäte Pflanzen viel mehr Wasser als bereits gepflanzte. Das gilt für die ersten Wochen, damit sich das Wurzelwerk richtig entfalten kann.

Vorbereitung im (Klein) Gewächshaus für Salat, Kohl, etc.

Wer über ein Gewächshaus verfügt, kann bereits Ende Februar/März anfangen, eine optimale Bodenbeschaffenheit herzustellen. Sinnvoll dafür ist es, einfach ein Mistbeet anzulegen. Hierbei wird die Erde abgetragen. In der Regel sollten mindestens 30 Zentimeter tief vom Boden ausgehoben werden. Ist das erledigt, kann eine Laubschicht gestreut werden. Diese sollte etwa 5 Zentimeter dick sein. Nun kommt noch Mist darauf. Experten empfehlen Pferdemist. Dieser sollte keinesfalls zu feucht sein. Der Mist sollte aber unbedingt mit Stroh versehen werden. In der Regel bekommen Sie auf Nachfragen den Mist beim Bauernhof oder einem Pferdebetrieb. Zwar kann sich nicht unbedingt jeder mit Pferdemist anfreunden, doch es wirkt wahre Wunder. Über die Mistschicht kommt erneut eine dünne Laubschicht. Nun wird das Ganze noch mit Kompost bedeckt. Alternativ kann für den Kompost auch frische Erde genutzt werden. Nun haben Sie die ideale Voraussetzung, um Kohl oder zum Beispiel Salat anzusäen. Sollte es dennoch einmal frostig im Gewächshaus werden, kann das Beet einfach mit Vlies abgedeckt werden.

Gartengeräte pflegen

Vergessen werden sollte aber nicht die Pflege der Gartengeräte. Der Winter bietet sich optimal dafür an. Vor allem die Handscheren sollten gut gepflegt werden. Mit einem angefeuchteten Schleifstein lassen sich diese am besten Schärfen. Feder und andere Materialien sollten eingefettet werden.

Eingelagertes Obst nicht vergessen

Das im Winter eingelagerte Obst sollte hierbei nicht vergessen werden. Eine regelmäßige Kontrolle, im 2 oder 3 Wochen Rhythmus macht Sinn. Wird dabei faulendes Obst entdeckt, ist dieses unbedingt auszusortieren.

In welchem weiteren Umfang Arbeiten notwendig sind, hängt jedoch spezifisch von der Gartenplanung ab. Darum lohnt es sich, eine Skizze im Voraus zu erstellen. So können einzelne Arbeiten besser eingesehen und zugleich im Terminplaner geplant werden. So macht Gartenarbeit richtig Spaß und am Ende erstrahlt der eigene Garten in unzähligen Farben und Düften.

 

 

Bild: HandwerkerRat.de; Bernhard Friesacher  / pixelio.de  ; flexischlauch.de