Dachdecken selbst gemacht

Beim Neubau eines Hauses oder bei der Sanierung stellt das Dachdecken einen nicht unwesentlichen Kostenpunkt dar. Nicht nur das Material schlägt dabei zu Buche, sondern vor allem auch die Arbeitskosten für den Dachdecker.

Dachdecken selbst gemacht, gar nicht einmal so einfach

Doch das Dachdecken kann auch selbst gemacht werden. Clevere Heimwerker, die davon überzeugt sind, nicht nur über die Schwindelfreiheit, sondern auch über die nötigen Fähigkeiten und das Wissen zu verfügen, können die Arbeitskosten sparen und sich mit eigenen Händen ans Werk machen. Ganz ohne professionelle Unterstützung geht es allerdings nicht. Vor allem aufgrund der Vielzahl an Anforderungen, die ein Dach heute erfüllen muss, ist Rücksprache mit einem Profi und kompetente Beratung unbedingt notwendig. Auch kann nicht jedes Dachdecken selbst gemacht werden. Bei Wohnhäusern etwa, bei denen die Wärmedämmung beachtet werden muss, empfiehlt es sich eher, einen Dachdecker ans Werk zu lassen.

Sicherheit geht beim Dachdecken vor

Wer sein Dach selber decken möchte, muss unbedingt die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen treffen. Ein Gerüst mit Fangnetz ist je nach Bundesland vorgeschrieben und unbedingt notwendig. Dieses kann zu angemessenen Preisen gemietet werden. Auch über Sicherheitsgurte sollte nachgedacht werden. Je nach Landesvorschrift können auch weitere Sicherheitsmaßnahmen notwendig werden.

Helfer sind wichtig

Da das Dachdecken außerdem nicht ohne Helfer vorgenommen werden sollte, muss nicht nur für den Heimwerker selbst, sondern auch für alle anderen Beteiligten ein ausreichender Versicherungsschutz vorhanden sein. Mit den nötigen Vorkehrungen und einer gewissenhaften Vorbereitung kann sicheres Dachdecken selbst gemacht werden.

Dachdecken selbst gemacht – so geht’s

Wer ein bestehendes Dach sanieren möchte, der kann die alten Dachpfannen abnehmen, reinigen, die beschädigten Ziegel austauschen und die Dachpfannen anschließend wieder anbringen. Das ist allerdings nicht so leicht wie es klingt und außerdem sehr zeitaufwändig.
Das Dach wird von unten nach oben gedeckt, das bedeutet es wird an der unteren Lattenreihe angefangen. Nachdem die erste untere Reihe gedeckt ist, wird die äußere Reihe ebenfalls von unten nach oben befestigt, um daran die restlichen Ziegel auszurichten. Hier muss beachtet werden, dass es linke und rechte Randziegel gibt. Eine Richtschnur kann das Augenmaß unterstützen und auch diagonales Vorgehen beim Decken der restlichen Dachfläche hat sich bewährt. Der First wird dann zuletzt mit Hilfe eines Firsthalters gedeckt. Hilfreich ist es, wenn mehrere Helfer eine Kette bilden
und die Ziegel anreichen können.

Auf alles achten!

Eines gilt es immer zu beachten: Nur wenn professionelle Anleitungen strikt befolgt werden und mit größter Vorsicht und Sorgfalt gearbeitet wird, kann das Dachdecken erfolgreich selbst gemacht werden.

Bild: Erika Hartmann / pixelio.de