Arbeitsschutz für Heimwerker

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Beinahe 57 Prozent der Deutschen werkeln gerne einmal in ihrer Freizeit. Mehr als 12 Millionen interessieren sich für Heimwerken und Co. Deutliche Zahlen. Aber ebenso deutlich sind die Statisitken bei Unfällen im Haushalt. Demnach verunglücken 300.000 handwerklich tätige Personen pro Jahr. Grund dafür sind die unterschiedlichsten Gefahren. Scharfkantige Ecken und Fliesen aber besonders häufig auch Leitern, die einfach wegrutschen. Betroffen sind bei den Verletzungen oft Hände und Füße. Dabei kommt es zu Schnittwunden und Quetschungen. Problematisch ist das auch bei der Versicherung. Die normale gesetzliche Unfallversicherung leistet in diesen Fällen im Regelfall nicht. Die private Unfallversicherung (sofern vorhanden) leistet unter Umständen. Abhängig ist das aber auch davon, ob möglicherweise eine Fahrlässigkeit durch den Heimwerker vorliegt. Das kann bereits dann der Fall sein, wenn auf Arbeitsschutz verzichtet wurde. Grundsätzlich sollte Arbeitsschutz auch in privater Umgebung nicht nur aufgrund der Versicherung angewandt werden, sondern viel mehr aus eigenen Schutzgründen. Immerhin ist die eigene Gesundheit unbezahlbar. Kommt es zu einem Zwischenfall beim Heimwerken in den vier Wänden, kann bei Unfällen mit Langzeitfolgen auch die berufliche Karriere betroffen sein. Die Folgen sind dabei kaum auszudenken.

Gefahr: Heimwerken

4 Körperregionen sind beim Heimwerken besonders gefährdet. Da sind zu einem die Augen, die Ohren, die Hände und die Füße. Sie gehören zum wichtigsten Kapital. Deswegen sollte beim Schweißen, Bohren und überall da, wo es zu einer hohen Feinstaubkonzentration kommt, eine Schutzbrille getragen werden. Im Handel sind bereits nützliche Modelle ab 5 Euro zu erhalten. So viel sollte Ihnen mindestens der Schutz Ihrer Augen wert sein. Dass gleiche gilt für die Ohren. Kommt es beim Heimwerken in der Wohnung zu hohen Lärmemissionen, sollte ein Gehörschutz vorhanden sein. Auch hierbei halten sich die Kosten relativ gering. Es bestehen unterschiedliche Modelle. Von dem Gehörschutz, der sich wie ein Kopfhöhrer über die Augen legt, bis hin zu hochwertigen Ohrstecker, die den Lärm um bis zu 50 Prozent reduzieren können.

Doch auch Füße und Hände sind gefährdet. Zwar sind diese in der Regel relativ robust. Wird der Fuß aber erst einmal gequetscht, beeinflusst das oft über viele Wochen. Sinnvoller ist da schon die Nutzung von Sicherheitsschuhen. In diesem Bereich besteht ebenfalls eine große Auswahl. Sie können Sie z.B. mit diesen Schuhen Heimwerken und gleichzeitig sich auch in der Öffentlichkeit zeigen.

Herabfallende Gegenstände beim Arbeiten in der Freizeit sind leider keine Seltenheit. Die Füße sind groß und fangen vieles auf. Die Schmerzen danach sind noch größer. Besonders bei Arbeiten außer Haus. Im Garten oder beim Neubau können Arbeitsschuhe zugleich auch vor Nässe, Wärme und Kälte gleichermaßen schützen. Natürlich sind auch die Hände besonders gefährdet. Das fängt schon beim Zusammenbau von Möbeln an. Sicherheitshandschuhe können dabei vor Schäden bewahren. Gute Produkte bieten Sicherheit, sind aber dennoch dünn und beweglich.- So können selbst kleine Teile einfach montiert werden, ohne dass Handschuhe dabei stören.

Erste Hilfe zu Hause

Fehlen sollte bei einem Heimwerker keinesfalls die kleine Apotheke zu Hause. Grundsätzlich sollte die kleine Hausapotheke NIE im Badezimmer aufbewahrt werden. Arznei- und Verbandsmittel sollten immer kühl und trocken gelagert sein. Kommt es beim Heimwerken zu Schnittwunden, ist es sinnvoll die Wunde kurz ausbluten zu lassen. Dabei werden dann auch Schmutzpartikel ausgeschwemmt. Ein Wunddesinfektionsmittel (Spray, Tuch oder Flüssigkeit) sollte vor dem Pflaster genutzt werden. Ist die Schnittwunde länger als ein Zentimeter, muss diese unter Umständen genäht werden.

Kommt es zu Verbrühungen oder Verbrennungen kühlen Sie die Brandwunden zunächst im kalten Wasser. Bitte stechen Sie die Brandblasen keinesfalls auf, auch wenn das manchmal viel zu sehr verlockt. Handelt es sich um eine größere Verbrennung, umwickeln Sie diese mit einem sterilen Verbandstuch. Ein Arzt sollte umgehend aufgesucht werden. Bei Verbrühungen hingegen sollte unverzüglich die nasse Kleidung entfernt werden. Dadurch gelangt die Hitze niccht an die Haut. Hat sich die Kleidung allerdings bereits mit der Wunde verklebt, sollte nur ein Arzt diese entfernen!

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