Kaminofen nachträglich einbauen

In der Regel führt ein Kaminofen zu mehr Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Ganz besonders in der kalten Jahreszeit kann er zu romantischen und wunderbaren Momenten beitragen. Kinder erfreuen sich besonders im Winter an der wohligen Wärme. Wer bislang auf einen Kaminofen verzichtet hat, kann diesen in vielen Fällen nachträglich einfach einbauen. Dabei sollten jedoch einige Punkte beachtet werden. Neben romantischen Gefühlen und dem leisen Knistern des Holzes lassen sich mit dem Kaminofen gleichzeitig aber auch Heizkosten einsparen. Ein klares Argument für alle, die noch zweifelten. Die Absatzzahlen belegen dieses Argument deutlich. In den vergangenen Jahren wurden mehr Kaminöfen als jemals zuvor verkauft. Bereits im Jahr 2010 waren es über 334.000 Stück. Dabei kamen weitere 65.000 Heiz- und Kamineinsätze hinzu.

So romantisch kann das Kaminfeuer sein. Gleichzeitig lässt sich damit eine Menge Geld sparen

Wie kann ich Heizkosten sparen

Das die Gas- und Ölpreise besonders in den Wintermonaten weiter steigen, liegt auf der Hand. Schon heute werden fast 88 Prozent aller Kaminöfen gekauft, um Heizkosten einzusparen. Mit zum Beispiel einen Kaminofen auf dieser Webseite lassen sich die Räumlichkeiten schnell aufheizen. Eine Heizung ist dabei nicht (mehr unbedingt) erforderlich. Gleichzeitig erweist sich das Holzfeuer auch als umweltfreundlich. Beim Verbrennungsvorgang wird nur so viel CO2 abgegeben, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat. Experten bezeichnen die Verbrennung im Kaminofen als CO2-neutral.

Einbau nachträglich

In der Regel kann ein Kaminofen in fast jedes Haus nachträglich eingebaut werden. Auch in vielen Wohnungen wäre das grundsätzlich möglich. Jedoch müssen besondere Punkte beachtet werden, die sich nach dem jeweiligen Haustyp richten. Ist zum Beispiel ein Haus (meistens Neubauten) nach der Energieverordnung errichtet worden, sind beim nachträglichen Einbau teilweise spezielle Öfen erforderlich. Diese müssen in einem solchen Energiehaus über einen externen Luftanschluss verfügen. Das gleiche gelte ebenfalls für Altbauten, die nachträglich energetisch saniert wurden.

Der Schornstein beim Einbau

Am einfachsten ist es natürlich, wenn ein Schornstein bereits vorhanden ist. Sollte dieser jedoch nicht vorhanden sein, kann ein Kaminofen dennoch nachträglich eingebaut werden. In der Regel wird dabei ohne großen Aufwand ein doppelwandiges Edelstahlrohr von außen an die Hauswand montiert. Mit einer kurzen Kernbohrung an der Austrittsstelle wird das Abgasrohr mit dem neuen Schornstein verbunden. Vor der Planung und Ausführung sollte aber eine Beratung durch den Schornsteinfeger erfolgen. Mit Abschluss muss dieser die Arbeiten abnehmen. Somit ist es sinnvoll, von Anfang an den Schornsteinfeger in die Arbeiten einzubeziehen.

Brandschutz

Ein Unterschutz ist eventl. notwendig

Wer nachträglich einen Kaminofen einbauen möchte, muss dabei auch diverse Brandschutzpunkte beachten. Auch hier ist der Schornsteinfeger erster Ansprechpartner. Sicherheitsabstände müssen eingehalten werden. Je nach Untergrund (z.B. Parkett) kann es erforderlich sein, das der Kaminofen auf einer Schutzplatte aufgestellt werden muss. Die Rauchgase sollen ungehindert entweichen können.- Auf die Druckbedingungen am Aufstellungsort muss also sehr genau geachtet werden. Ventilatoren oder Dunstabzugshauben (z.B. bei offener Küche) sollten sich keinesfalls in der Nähe befinden. Andernfalls könnte der Rauch vom Kaminofen in die Wohnung gezogen werden und so möglicherweise zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung führen. Genutzt werden darf der Kaminofen erstmalig, wenn der Schornsteinfeger diesen abgenommen hat.

Welche Heizleistung

Soll der Kaminofen auch als direkte Heizung an den kalten Tagen fungieren, sollte die gewünschte Heizleistung zuvor genau festgelegt werden. Helfen kann auch hierbei wieder der Schornsteinfeger. Maßgeblich für die Planung bei der Heizleistung ist die Kubikmeteranzahl der aufzuheizenden Räume. Aber auch der gewünschte Wärmebedarf. Wer somit plant, die Heizung ganz durch den Kaminofen zu ersetzen, sollte sich für ein Dauerbrand-Ofen entscheiden. Diese können durchgehend befeuert werden. Allerdings ist der Aufwand beim nachträglichen Einbau enorm. So kommt vielfach eine gemauerte und massive Konstruktion infrage.

Wer hingegen nur ab und zu die wohlige Wärme bei einem romantischen Abend und einem Glas Wein genießen möchte, kommt in der Regel mit einem kleinen Kaminofen vollkommen aus.

Auf den Feinstaub achten

Wer sich nun für einen Kaminofen entscheidet, muss dabei auf den Feinstaub achten. Somit sollte der neue Ofen die gesetzlichen Immissionsvorschriften erfüllen. Demnach dürfen neue Kaminöfen nur noch bestimmte Mengen an Feinstaub ausstoßen. Das neue Gerät sollte daher unbedingt typgeprüft sein.

Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de; Steffi Pelz / pixelio.de; Luedi / pixelio.de