Alte Küchen in neuem Gewand

Tim Bartel/Flickr.

Jeder hat das mit Sicherheit schon einmal erlebt. Die Küche in der Wohnung oder im Haus ist einfach nur furchtbar oder bereits durch die Jahre so in Mitleidenschaft gezogen worden, das ein Austausch unvermeidbar ist. Wer sich in den Geschäften umsieht, erkennt allerdings schnell, dass die neue Küche unter 1.000 Euro kaum zu haben ist. Im Schnitt investieren wir für eine neue Küche um die 3.250 Euro. Eine stolze Ausgabe, besonders wenn es sich um eine Mietwohnung handelt. Alternativen bestehen aber dennoch. So kann die alte Küche einfach in neuem Gewand erscheinen. Entweder wird die bestehende Küche dafür in mehreren Arbeitsschritten einfach mit einigen Punkten erneuert oder Sie erwerben einfach eine alte, gebrauchte Küche zum Spottpreis.

Küche: Aus alt wird neu

Für das Auffrischen der Küche ist nur wenig Geld erforderlich. Viel mehr sind es die kreativen Einfälle, die das ehemalige Relikt aus alten Zeiten zu einem neuen Glanz verleihen können. Hierbei spielt auch die Raumgestaltung eine entscheidende Rolle. Wer sich zum Beispiel für eine Wandfarbe aus Gelb, Grün oder Rot in der Küche entscheidet, wird schnell einen neuen und frischen Look in die Küche bringen. Sind alte Wandfliesen vorhanden können diese einfach überlackiert werden. Statt Fliesen kann es jedoch auch eine Küchenrückwand aus Glas sein. Diese wirkt sehr stygisch und lässt die Küche zu einem ganz besonderen Ort werden. Es sollte allerdings beachtet werden, dass der Aufwand bei der Pflege höher ausfällt. Alternativ können auch Platten aus Holz- oder Metall genutzt werden. Diese könnten ebenso auch auf die alten Fliesen gesetzt werden.

Front verändern
Als nächstes steht die Küchenfront im Fokus. Hier lässt sich mit neuer Farbe oder Alternativ Folie vieles erreichen und zugleich eine Menge sparen. Heimwerker und Menschen mit Geschick können so aus alten Küchen ein völlig neues Design zaubern. Am Einfachsten geht das, wenn die Küchenfronten mit einem Farbton nach Wahl lackiert werden. Bei Fronten mit Melaminharz ist eine Vorbehandlung notwendig. Der Untergrund muss mit einer Anlauffläche gereinigt werden und kann dann mit Schleifpapier (240er) abgeschliffen werden. Nun erfolgt die Grundierung. Nach dem trocknen kann der Lack mit einer Rolle aufgetragen werden. Ein bis zwei Schichten sind dafür notwendig.

Holzfronten hingegen müssen mit grob gekörntem Schleifpapier angeschliffen werden. Mit klarem Wasser reinigen und nach dem Anstrich mit Lack streichen. Neue Griffe können danach ebenfalls zu einem anderen Design beitragen.

Folie für die Küche

Eine weitere Möglichkeit bietet Möbelfolie, die im Baumarkt leicht zu erwerben ist. Das Angebot reicht von knalligen bis dezenten Tönen hin zu dekorativen Mustern. Allerdings müssen Heimwerker beim Anbringen viel Geduld mitbringen. Es ist nicht ganz so einfach, die Folie überall auch wirklich ohne Knicke aufzukleben.

Zum Schluss bildet bei allen Möglichkeiten eine neue Küchenarbeitsplatte den krönenden Abschluss. Diese sollte direkt im Baumarkt zugeschnitten werden. Aus einer alten Küche ist damit ein neues Unikat entstanden.