Immer wieder wird von den horrenden Strompreisen gesprochen. Viele Punkte belasten die privaten Haushalte. Gespart wird, wo es nur geht. Der Blick fällt aber fast immer nur auf die Haushalte. Firmen und insbesondere handwerkliche Unternehmen werden dabei kaum thematisiert. In der Bevölkerung herrscht oft der Irrglauben, dass diese insbesondere beim Strompreis bevorzugt werden. Das ist jedoch zunächst Falsch. Rabatte werden ausschließlich an Großunternehmen vergeben. Der kleine Handwerker oder auch der mittelständische Betrieb leiden ebenfalls unter den enorm zu nehmenden Energiekosten. Schuld an dem steilen Anstieg ist zum größten Teil die planlose Politik, die es bis heute nicht vermochte, Ordnung in die Energieversorgung zu bringen.
Strompreise – Blick in die Welt
Weltweit sind die Energiekosten deutlich geringer als bei uns in Deutschland. Nur Italien ist mit 21,01 Dollar-Cent pro Kilowattstunde Spitzenreiter. Auf dem 2. Platz liegt Deutschland. Gefolgt von England und Portugal. Selbst das angeschlagene Frankreich liegt deutlich günstiger (10,74 Dollar-Cent) bei den Strompreisen. Ganz unten, also auf den ersten Plätzen befinden sich Schweden (7,87) und Kanada (8,11). Die großen Stromunternehmen rudern ohne ein Ziel in Deutschland. Einige ziehen sich sogar langsam zurück und suchen in anderen Ländern nach Investitionen. Das Stromnetz insgesamt lässt sich als marode bezeichnen und entspricht nicht mehr den modernen Ansprüchen. Der Ausbau der alternativen Energien ist schon lange ins Stocken geraten. Insgesamt spricht vieles dafür, dass die Strompreise in den nächsten Jahren weiter steigen werden.
Strompreise für Handwerker – Kostenreduzierungen
Der Handwerker verbraucht in viele Fällen deutlich mehr Strom als ein Dienstleistungsbetrieb oder ein Einzelhandelsgeschäft. Das macht sich jeden Monat erneut bei den Strompreisen bemerkbar. Einige Ansatzpunkte zu Kostenreduzierungen lassen sich aber dennoch finden. Ebenfalls wie in privaten Haushalten ist der Stromvergleich ein unbedingtes Muss für Handwerker. Ein Beispiel dafür findet sich mit dem maingau-energie.de/stromvergleich, wobei der jeweils günstigste Tarif für die Nutzung automatisch herausgesucht werden kann. Sinnvoll ist das allemal. Die Differenzen können mittlerweile einige Hundert Prozent ausmachen.
Die Handwerkskammern haben sich ebenfalls umfangreich mit den Strompreisen vertraut gemacht und nach Lösungen gesucht. In einigen Regionen haben sich Handwerker zu einer Energieeinkaufsgemeinschaft zusammengeschlossen. Dabei wurde ein Rahmenvertrag ausgearbeitet, der eine Kostenreduzierung bis zu 20 Prozent ermöglicht. Ein solches Modell befindet sich zum Beispiel seit 2010 in Baden-Württemberg. Andere Handwerkskammern engagieren sich ebenfalls beim Strompreis und versuchen in zähen Verhandlungen mit den Stromlieferanten Rabatte auszuhandeln. Die Erfolgsquote ist hier allerdings noch bescheiden. Modelle solcher Verhandlungen finden sich zum Beispiel beim Stadtwerk Karlsruhe, das mittlerweile einen Handwerkerbonus von 0,5 Cent/kWh offeriert.
Vorsicht vor übereilten Entschlüssen
Dennoch sollten Handwerker und andere Firmen immer sehr genau die Rabattmodelle prüfen. Eine eindeutige Empfehlung ist immer schwierig, da zu einem die bestehenden Verträge und Kündigungsfristen gelten und zum anderen mögliche Sondervereinbarungen.
Fazit für Handwerker
Jeder Handwerker sollte aber dennoch immer versuchen, den Strompreis zu drücken. Ob dieses nun über einen Stromvergleich erfolgt, oder mittels der unterschiedlichsten Programme in Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern vor Ort. Eines bleibt sicher: Die Strompreise werden steigen, auch wenn es zwischenzeitlich immer einmal wieder einen Schlenker nach unten geben wird.