Mauertrockenlegung

Treten feuchte Wände im Keller auf oder ist Schimmel im Wohnraum sichtbar, ist eine Mauertrockenlegung oft unerlässlich. Eine Kellerwand abzudichten macht in der Regel keinen Sinn. Es unterbindet zwar im ersten Moment die Symptome der Feuchtigkeitsschäden, ein trocknen der Bausubstanz wird dadurch jedoch nicht ermöglicht. Es bestehen mehrere Möglichkeiten zur Mauertrockenlegung, die wir nachfolgend bei HeimwerkerRat einmal näher aufführen wollen.

Grundsätzlicher Rat vor der Mauertrockenlegung:
Beauftragen Sie einen Fachmann, der sich zuvor die betroffenen Stellen ansieht und analysieren kann. In der Regel lassen sich für die Mauertrockenlegung so schnell erste Ansätze finden, die im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen erfolgen können.

[Bild: ASi Abdichtung/Flickr.]Einige Fragen sollten vor der Mauertrockenlegung beantwortet werden. Woher kommt das Wasser, wie hoch ist der Durchfeuchtungsgrad und ist nur die Oberfläche feucht, sind dabei nur einige der Ansätze. Es bestehen 7 sichere Verfahren für die Mauertrockenlegung, die sich unter anderem nach dem Feuchtigkeitsgrad richten. So sind zum Beispiel nachträgliche Horizontalsperren oder aber auch eine nachträgliche Vertikalabdichtung häufig für eine Mauertrockenlegung erforderlich. Bei einer Mauertrockenlegung geht es nicht nur darum, die Ursache zu bekämpfen, sondern das Mauerwerk auch dauerhaft trocken legen zu können.

Mauertrockenlegung – Die Verfahren

Das Mauersägeverfahren wird gerne ausgeführt. Dabei wird dauerhaft eine mechanische Sperrplatte gegen aufsteigende Feuchtigkeit installiert. Das Mauerwerk wird horizontal aufgeschlitzt. In diesen Schlitz kommt dann die Platte. Damit bietet die Schnittstelle eine Sperre für die weitere Feuchtigkeit.

Chromstahlplattenverfahren
Das Chromstahlplattenverfahren ist eine andere Möglichkeit für die Mauertrockenlegung und wird bei einem Sandsteinmauerwerk ausgeführt. Nicht rostende Chromstahlplatten werden in die gesamte Mauerdicke eingeschlagen und bieten Schutz vor der aufsteigenden Feuchtigkeit.

Injektageverfahrn
Das Injektageverfahren wird ebenfalls für die Mauertrockenlegung gerne angewandt. Dabei werden drucklos kapillarverstopfende Injektionsmittel verteilt. Selbst bei einem Durchfeuchtungsgrad mit bis zu 100 Prozent verspricht diese Art der Mauertrockenlegung immer wieder Erfolg. Die haarfeinen Kappilarverdichtungen dringen tief in das Mauerwerk ein und verstopfen es so.

Mauertrockenlegung – Nachträgliche Vertikalabdichtung

Eine recht konventionelle Methode ist es, die Außenwände mit Schaufel und Bagger freizulegen. Danach kommen sogenannte Abdichtprofis zum Einsatz, wobei Schicht für Schicht die Außenwände abgedichtet werden. Zusätzlich wird ein Anfüllschutz beim wieder befüllen beigemischt. Hierbei kann übrigens neben der Mauertrockenlegung auch eine Wärmedämmung in den Kellerräumen erfolgen.

Ohne Aufgraben
Für die Mauertrockenlegung kann aber auch eine Mauerabdichtung von Innen erfolgen. Dabei werden Injektionslanzen von innen in das Mauerwerk gepresst. Hierbei entstehen wasserdichte Schleier zwischen Erdreich und Mauerwerk.

Bodenplatten und Fugen
Viele Gebäude sind in Bewegung. Hierdurch kommt es zu Abrissen, wodurch Feuchtigkeit durch Fuge und Risse gelangen kann. Auch dieses Kapitel gehört zu Mauertrockenlegung. Hierbei werden häufig spezielle Abdichtungstechniken verwendet, wodurch die identifizierten Schadstellen von der Innenseite entsprechend abgedichtet werden können. Ein Freilegen der Grundmauern ist bei dieser Mauertrockenlegung nicht erforderlich.