Richtig streichen wie die Profis

Malerarbeiten kann jeder ausführen. Doch oft geht es nach hinten los. Was auf den ersten Blick so einfach erscheint, wird schnell zum Horror. Solange die Wände nur weiß überstrichen werden sollen, gelingt es meistens problemlos. Vorausgesetzt, es ist genügend Lust und Zeit für die Ausführung vorhanden. Sobald jedoch auch farbliche Komponenten eingefügt werden sollen, lässt das Ergebnis oft zu wünschen übrigen. Überall wird mittlerweile dafür geworben, das jeder mit den Farben aus dem Baumarkt zum Profi daheim werden kann. Doch stimmt das wirklich?

Gerne wird vergessen, dass eine gewisse Übung bei bestimmten Malerarbeiten unbedingt vorhanden sein sollte. Zudem ist es für Laien oft ein großer Zeitaufwand, der sich um einiges gegenüber einem Profi-Handwerker in die Länge ziehen kann. Dennoch können es natürlich auch Laien schaffen. Damit es wirklich gelingt, anbei einige Tipps von den Profis, die tagtäglich perfekte Wände hinterlassen.

So geht das mit dem Streichen

Zunächst einmal ist nicht nur die richtige Farbe, sondern auch die entsprechende Menge ein wichtiger Ansatzpunkt. Nichts ist schlimmer, als plötzlich aufhören zu müssen, nur weil Farbe gefehlt. Besonders dann, wenn diese speziell nach Wunsch angemischt wurde. Überlegen Sie also zuvor genau, wie viel Farbe tatsächlich benötigt wird. Hierbei sollte immer eine Reserve für Nacharbeiten und spätere Ausbesserungen einberechnet werden.

Vor dem Streichen rät der Profi für Malerarbeiten einen Blick auf den Untergrund zu werfen. Ist dort noch alte Farbe auf dem Untergrund, muss diese festsitzen. Blättert sie hingegen schon ab, empfiehlt es sich die Fläche abzuwaschen und des Weiteren mit Tiefengrund vorzubereiten. Sollte noch alte Kalkfarbe vorhanden sein, muss dieser ebenfalls komplett abgewaschen werden und danach mit Tiefengrund behandelt werden.

Tapete einfach überstreichen

Tapeten lassen sich in der Regel gut überstreichen. Ist die Tapete aber bereits an einigen Stellen beschädigt, sollte sie abgelöst werden, andernfalls besteht die Gefahr, dass sonst keine einheitlichen Flächen entstehen. Bei großen Flächen gibt es im Baumarkt Dampf-Tapetenlöser, die auch entliehen werden können.

Wandfarbe vorbereiten

Sind diese Punkte erfüllt, muss nun noch die Wandfarbe vorbereitet werden. Dazu wird diese gut umgerührt. Eigene Farbmischungen sollten erst einmal auf einem Probestück probiert werden. Am besten alte Tapetenreste aus dem Keller nehmen und probeweise auftragen. Am besten eignen sich Farben mit einer großen Anzahl von Farbpigmenten. Günstige Angebote aus dem Baumarkt sind oft Mist. Mit der sogenannten billigen Farbe, müssen sie öfters überstreichen, um gute Ergebnisse zu erhalten. Die Farbpigmente sind hier geringer als bei der besseren Fabre. Geiz ist Geil lohnt nicht. Bessern von Anfang an mehr ausgeben und so am Ende sparen. Dunkle Töne sollten am besten mit längerem und weichem Flor aufgetragen werden. Dabei sollte Heimwerker am besten in die Streifen der noch nicht getrockneten Farbe hineinmalen.

Profi ist günstiger

Am Endeffekt bleibt aber die Erkenntnis, dass ein Profi für die Malerarbeiten in der Regel günstiger ist. Besonders dann, wenn Laien einmal den Zeitaufwand für Planung, Einkauf und Ausführung bedenken. Was ein Profi in kurzer Zeit vollbringt, bedeutet für den Laier oft stunden zähes Ringen. Das Ergebnis ist dann am Ende in vielen Fällen nicht so wie gewünscht.

Bildquellenangabe: Uwe Schlick / pixelio.de