Nennleistung Windenergie

Die Nennleistung wird auch gerne als installierte Größe bei der Windenergie bezeichnet. Dabei handelt es sich um praktisch eine technische Größe, welche die mögliche Leistung einer Windenergie Anlage bezeichnet. Allerdings hängt die tatsächliche Leistung bei der Windenergie Anlage grundsätzlich immer vom Standort und den dortigen Windverhältnissen ab.

Windenergie – Effektive Nutzung

Die Windenergie Anlage benötigt grundsätzlich einen Standort, an dem der Wind seine vollen Stärken kontinuierlich erweist. In der Regel erreicht eine Anlage ihre Nennleistung erst bei Windgeschwindigkeiten von um die 12 m/s (entspricht rund 45 km/h).

Beispiel:
Verfügt die Windenergie Anlage über eine Nennleistung von 2 MW (Megawatt), wird diese auch erst ab der o. Windgeschwindigkeit 2 MW an Strom pro Stunde produzieren können. Dafür können die meisten Anlagen (Gondelausrichtung) je nach Windrichtung gedreht werden.

Strom wird allerdings auch schon bei geringen Windgeschwindigkeiten produziert. Die meisten Windenergie Anlagen fangen ab 4 m/s an zu arbeiten. Der so produzierte Strom liegt jedoch deutlich unter der Nennleistungsmenge. Dabei arbeiten die Anlagen dann im sogenannten Teillastbetrieb.

Zu starker Wind

Erreicht der Wind eine zu hohe Geschwindigkeit, wird die Windenergie Anlage automatisch abgeschaltet. Voreingestellt sind dabei Werte von 25 – 30 m/s. Eine automatische Abschaltung erfolgt und zugleich werden die Anlagen aus dem Wind gedreht. Kleine Anlagen regulieren zudem bei zu starkem Wind die Leistung.

Windenergie Anlagen werden in der Regel auf den jeweiligen Standort abgestimmt. So ist sichergestellt, dass die Anlage effizient arbeitet und optimal Strom erzeugen kann. Nach der IEC-Norm (International Electrotechnical Coommission) werden dazu die Windenergie Anlagen in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Anlagen, die vor allem auf geringe Windstärken ausgerichtet sind, lassen sich oft über die höheren Türme und größeren Rotoren erkennen.

 

Bild: Uwe Schlick / pixelio.de