Energetische Sanierung für energieeffizienteres Wohnen

Energie zu sparen wird immer wichtiger – und zwar nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch um Kosten zu sparen. In allen Lebensbereichen gibt es Wege, energieeffizient zu handeln. Was bei Mülltrennung beginnt und über Wasserersparnis reicht, hört beim Hausbau nicht auf. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um das eigene Haus technisch und architektonisch aufzuarbeiten und mit einer energetischen Sanierung große Vorteile zu erzielen. Auch die Bundesregierung fordert eine vermehrte energetische Sanierung von Privathäusern, damit die gesteckten Klimaziele erreicht werden können. Am meisten Energie geht übrigens nicht bei Altbauten, sondern bei Plattenbauten aus den 50er und 60er Jahren verloren, denn bei ihnen ist die Wärmedämmung besonders rudimentär.

Wärmedämmung als wichtiger Bestandteil der energetischen Sanierung

Zur energetischen Sanierung gehört zum Beispiel effiziente Wärmedämmung, denn die Wärmeverluste, die ein herkömmliches Haus verzeichnet, sind enorm. Wärmedämmung ist nicht nur hinsichtlich der Energiekosten sehr sinnvoll, sondern auch von außen nicht sichtbar, so dass die schöne Fassade des Hauses erhalten bleibt. Auch eine mehrfache Verglasung von Fenstern kann im Rahmen einer energetischen Sanierung vorgenommen werden und dabei helfen, Heizkosten zu senken.

Ebenfalls bei der Beheizung selbst kann Wärme und damit wertvolle Energie gespart werden. Eine Erdwärmepumpe und eine zentrale Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung sind hier sinnvolle Optionen. Moderne Brennwertheizungen mit Heizpumpe führen ebenfalls zu enormen Kostenersparnissen. Das Heizen mit Holzpellets gehört genauso zur energetischen Sanierung und die Wärme, die dabei erzeugt wird, kann beim Austausch von verbrauchter Luft durch die Anlage fast komplett zurückgewonnen werden. So werden die Wärmeverluste nochmals minimiert.

Die Kraft der Sonne nutzen und Regenwasser sinnvoll einsetzen

Die Natur bietet selbst vielfältige Möglichkeiten, die genutzt werden können, um Energie zu sparen. Solarplatten und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sind beispielsweise immer häufiger zu sehen und lohnen sich mit Sicherheit. In vielen Fällen reicht der Strom, der aus der Sonne gewonnen wird aus, den Energiebedarf des Haushalts zu decken – wobei Stromsparen natürlich auch nach einer energetischen Sanierung noch wichtig ist.

Und nicht nur die Kraft der Sonne, sondern auch Regenwasser kann sinnvoll genutzt werden und beispielsweise für die WC-Spülung oder die Waschmaschine zum Einsatz kommen. So kann der Wasserverbrauch drastisch eingeschränkt und wiederum Geld gespart werden.

Förderprogramme für die energetische Sanierung

Natürlich ist die energetische Sanierung eines Hauses nicht billig, sondern im Gegenteil recht kostenintensiv. Die Investition lohnt sich aber, da bis zu 27 Prozent Energie gespart werden können – was sich natürlich in der Abrechnung von Energiekosten deutlich bemerkbar macht. Dennoch muss die Summe für die Arbeiten erstmal aufgebracht und meist ein Kredit beansprucht werden. Doch für alle, die eine energetische Sanierung in Betracht ziehen, gibt es gute Nachrichten: Förderprojekte bieten Unterstützung bei der energetischen Sanierung und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kann mit geförderter Vor-Ort-Energieberatung zur Seite stehen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt bietet ebenfalls kostenlose Beratungen an. Und diese Beratung von Experten lohnt sich mit Sicherheit. Auch finanzielle Förderung ist vorhanden. So vergibt die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum Beispiel Zuschüsse. Konkret bedeutet dass, das Kredite, die für die energetische Sanierung eines Hauses aufgenommen werden, nur zu einem Teil zurückgezahlt werden müssen. Auch andere Banken und Kreditinstitute bieten Fördermöglichkeiten an, die bei der Finanzierung des Umbaus im Sinne der Energieeffizienz helfen.

Eine Überlegung ist die energetische Sanierung des eigenen Hauses in jedem Fall wert, denn die sie bietet letztendlich gleich drei elementare Vorteile: Das Klima wird geschont, Energiekosten werden gespart und außerdem wird der Wert der Immobilie selbst stark gesteigert.

Bild: Christa Nöhren  / pixelio.de