Der Traum vom eigenen Balkon

Immer noch verfügen nicht jede Wohnung und jedes Haus über einen Balkon. Häufig ist der Wunsch nach einem Anbaubalkon aber groß. Die Hürden sind besonders bei Ein- und Zweifamilienhäuser gering. Bei Mehrfamilienhäuser meistens größer. Die Kosten jedoch häufig recht übersichtlich.

Ein Anbaubalkon wird meistens massiv an der Wandseite verankert, wodurch nur wenige Stützen erforderlich sind. Zum Beispiel entweder mit seitlichen oder mit untergestellten Stützen. Wer dazu konkret mehr erfahren möchte, kann sich bei balkon-vision informieren.

Einfacher Anbau

Der Anbaubalkon hat den Vorteil, dass es sich einfach um einen Anbau handelt. Die Bodenträger werden in diesem Fall mit den Ankern in die Deckengeschosse verankert. Unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten, ganz nach dem eigenen Geschmack stehen dabei zur Verfügung.

Mehrfamilienhaus und der Balkon

Anders kann es bei einem größeren Objekt aussehen. Der Aufwand kann sich aber lohnen. Grundsätzlich erhöht ein Anbaubalkon den Wert des Objektes bzw. der Wohnung. Mieter freuen sich zudem meistens darüber. Die Vermietungschancen werden erhöht. Bei einem Einfamilienhaus der spätere Wiederverkaufswert oder zum Beispiel ein neues Hypothekendarlehen.

Mehrere Eigentümer

In diesem Fall ist bei einem Anbaubalkon eine Eigentümerversammlung erforderlich. Allerdings reicht bereits eine ¾-Mehrheit vollkommen aus.
Am Ende bleibt noch die Baugenehmigung. Da jedes Bundesland seine eigene, komplexe Bauordnung hat, kann eine Genehmigung erforderlich sein, oder sie ist verfahrensfrei. In vielen Fällen kommt es auf den Abstand zum Nachbargrundstück an, ob eine Genehmigung erforderlich ist.
Zuständig ist somit das örtliche Bauamt. Eine mündliche Anfrage ist kostenlos möglich. Sie können so erfahren, ob eine Genehmigung erforderlich ist und welche Unterlagen dafür eingereicht werden müssen.

Ohne Baugenehmigung

Wer hingegen einen Anbaubalkon vor dem eigenen Haus einfach anbaut, der mit der Fassade nur durch Verschraubungen und Ähnliches fixiert wird, benötigt in den meisten Fällen keine Baugenehmigung.

Kosten

Um die 10.000 Euro sollte der Auftraggeber schon einkalkulieren. Sofern ein größeres Mehrfamilienhaus komplett ausgestattet werden soll, wird es meistens deutlich günstiger. Entscheidend ist aber auch das Material (Holz, Metall, Alu), das gewünscht wird. Sinnvoll ist so eine Nachrüstung meistens dann, wenn Fassadenarbeiten durchgeführt werden. So bleiben Extrakosten erspart.

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de