Baumärkte gehen online

Erst kürzlich hatten wir darüber berichtet, dass immer mehr Heimwerker direkt online kaufen. Immer weniger Kunden besuchen heute einen Baumarkt. Viele Anbieter haben mittlerweile reagiert und sich neu erfunden. Dazu gehört vor allem für die meisten Baumärkte zwar weiterhin die Filiale vor Ort -in den meisten größeren Ortschaften-, aber ebenso auch verstärkt die Onlinepräsenz, die in Zukunft das Hauptgeschäft bestimmen wird. Ein Vorreiter der neuen Onlinestrategie ist dabei zum Beispiel der bekannte Baumarkt Hellweg, der in Deutschland mehr als 94 Märkte mit einer Verkaufsfläche von über 750.000 m² betreibt. Das klingt zunächst klein, vergleicht man das mit den Zahlen von OBI, der mehr als 350 Märkte in Deutschland betreibt. Doch genau hier zeigt sich auch der Vorteil. Während OBI in der Kundenbefragung weniger gute Werte erhält und durch seine schiere Größe auf neue Entwicklungen nur sehr langsam reagieren kann, können kleinere und mittlere Unternehmen, wie zum Beispiel Hellweg, viel schneller und effizienter auf Kunden- und Marktveränderungen reagieren und diese befriedigen.

Online-Baumärkte sind der neue Hit

Immer mehr Frauen kaufen im Baumarkt!

Für die bekannten Marken ist es nicht nur wichtig, in den größeren Städten vertreten zu sein, sondern vor allem im Internet. Hier spielt sich künftig das Massengeschäft ab. Ob Schrauben, Werkzeuge oder sonstiges Material, viele Heimwerker bevorzugen heute die einfache und bequeme Bestellung über das Internet, das den Besuch im Laden unnötig macht. Dennoch schaffen es viele Anbieter aber auch durch Erlebnisbesuche, die den Kunden im Geschäft geboten wird, Interessierte immer wieder anzulocken. Dazu gehören vor allem Frauen, die sich nun nicht nur für Fußball interessieren dürfen, sondern auch für das Heimwerken, das weit über die Gartengestaltung hinausgeht.

Jugendschutz kann wichtig werden

Wer online geht und seine Produkte über das Internet anbietet, muss unter Umständen einen Jugendschutzbeauftragten bestellen.  Das Gesetz gibt dabei viele Vorgaben, wann dieser benötigt wird. So reicht es schon, wenn der Baumarkt auf seiner Internetseite DVD-Filme anbietet, die mit einer Altersauszeichnung versehen sind. Wird dort nun das Cover abgebildet und eine weitere Beschreibung, kann schon ein Jugendschutzbeauftragter benötigt werden. Die Grenzen sind fließend. Viele Online-Baumärkte benötigen daher auch einen, selbst wenn nur ein Produkt in diesen Bereich fallen sollte. Der Beauftragte für den Jugendschutz wird dann einfach im Impressum der Seite vermerkt. User können sich bei Anmerkungen oder Beschwerden zum Jugendschutz direkt an diese Person wenden, die weisungsfrei agiert und alles weitere an den Verantwortlichen im Baumarkt weiterleitet.

Neue Zielgruppen erscheint hierbei ein wichtiges Zauberwort, um das Geschäft weiter auszubauen. Hilfreich ist dabei auch das Immobiienumfeld. Durch ständig steigende Mieten und Kaufpreise, profitieren vor allem die Baumärkte enorm. Was früher einem Handwerker (Malerarbeiten, Sanierungen, Renovierungen) übertragen wurde, wird heute immer öfters in Eigenregie durchgeführt. Nicht unbedingt aus Lust und Laune, sondern viel mehr, um Geld sparen zu können. Und viele Arbeiten zeigen, dass auch Hobby-Heimwerker durchaus in der Lage sind, professionell zu arbeiten und genau die gleiche Qualität wie ein Handwerker zu liefern.

Fazit – Baumarkt verändert sich

Der Baumarkt von heute wird sich aber weiter verändern. Der Fokus wird immer weiter auf den Onlinebetrieb liegen, der in spätestens 10 Jahren wichtiger sein wird, als die Filiale vor Ort. Wer bereits heute für diese Entwicklung vorsorgt, kann den Markt von Morgen bestimmen. Vor allem die ganz Großen im Markt, die mehrere Hundert von Filialen haben, werden es in den nächsten 10 Jahren deutlich schwerer haben, um das Überleben zu kämpfen.

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