Windenergie – Voraussetzungen 5

Nach dem die ganzen Voraussetzungen und Gutachten besprochen wurden, erlauben wir uns heute einmal einen allgemeinen Blick auf den Aufbau und die Errichtung einer Windenergie Anlage.

Windenergie – Der weitere Verlauf

Sind alle Gutachten zufriedenstellend ausgefallen, geht es weiter mit der Planungs- und Finanzierungsphase. Das Schall- und Schattenwurfgutachten ist bei der Planung weiterhin ein wichtiges Instrument. Vor Ort kann nun zum Beispiel mit einer Landvermessung die ideale Position für eine Windkraft Anlage berechnet werden.

Sind alle Genehmigungen erteilt, beginnt die Bauphase. Hierbei beginnt alles mit dem Fundamentbau für die Windenergie Anlage. Sowie mit der eigentlichen Zuwegung. In der Regel werden dafür bereits vorhandene Wege genutzt. Es kann aber sein, das diese ausgebaut werden müssen (z.B. mit Schotter). Für eine große Windenergie Anlage werden immerhin 40 Tonnen Stahl und mehr als 300 Kubikmeter Beton verbaut.

Kabeltrasse
Ganz entscheidend ist zudem die Kabeltrasse für die Windenergie. Dadurch wird die Anlage mit dem nächsten Umspannwerk verbunden. Teilweise können dabei mit einem Kabelflug bis zu 1.000 Meter Kabel an einem Tag verlegt werden.

Die Windkraft Anlage
Die eigentliche Errichtung hingegen ist jedoch nur eine Aufgabe von wenigen Tagen. Der Turm für die Windenergie Anlage wird dabei in Einzelstücken angeliefert. Mit 2 Kränen erfolgt der Aufbau. Steht erst der Turm, wird die Gondel mit hochfesten Schrauben befestigt. Bereits am Boden werden dazu die Nabe mit den drei Rotorblättern verbunden. Als letztes Bauteil wird diese schlussendlich an der Windenergie Anlage angebracht.

Bestandteile einer Windenergie Anlage

Die wesentlichen Teile haben wir bereits genannt. Also Rotor, Nabe, Rotorblätter, Gondel, Getriebe und Turm. In der Gondel, die gerne auch als Maschinenhaus bezeichnet wird, befinden sich Nabel, Getriebe, Wellen und Generator. Erreichbar ist die Gondel über eine Leiter oder einen Aufzug. Bei Offhsore-Parks besteht eine Wartungsplattform. Die Drehbewegung des Rotors über Nabe und Antriebswelle wird vom Getriebe auf den Generator übertragen. Dabei übersetzt das Getriebe die langsame Rotordrehzahl auf 1000 bis 1.500 Umdrehungen pro Minute. Die eigentliche Rotordrehzahl liegt in der Regel bei 5 – 20 Umdrehungen pro Minute. Aber auch getriebelose Windenergie Anlagen lassen sich vorfinden. Der Rotor wird dabei durch einen Ringgenerator angetrieben. Ein Umrichter passt die Netzfrequenz an, da die Frequenz der erzeugten Spannung mit der Drehzahl des Rotors oft schwankt. Insgesamt erweisen sich aber Windenergie Anlagen mit Getriebe als wartungsärmer.
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Kommt es zu starkem Sturm (ab 30 m/s) schalten sich die meisten Anlagen aus Sicherheitsgründen selbst aus. Der Windrichtungsgeber (Windfahne) ermittelt jeweils die Windrichtung. Wodurch eine optimale Energieausbeute erfolgt.
Bild: Uwe Schlick/pixelio.de; Heike Dreisbach/pixelio.de