Windenergie – Voraussetzungen 4

Thema heute ist die Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen. Die Windenergie Wirtschaftlichkeitsberechnung setzte aus folgenden Kernkomponenten zusammen: Betriebskosten, erlöse und natürlich die Investitionskosten.

Windenergie Wirtschaftlichkeitsberechnung

Als Erstes richten wir den Blick auf die Kosten. Diese sind abhängig von der Nennleistung der Windenergie Anlage. In der Regel verursachen Anlagen mit mehr als 1 Megawatt (MW) kosten von 800 bis zu 1.000 Euro pro kW. Kleinere Windenergie Anlagen hingegen verursachen teilweise bis zu 2.500 Euro pro kW. Nehmen wir nun als Beispiel eine 2,5-MW-Anlage, ergeben sich ungefähre Kosten von 2 bis 2,8 Millionen Euro.

Nur wenn die Wirtschaftlichkeitsberechnung stimmt, kann der Bau erfolgen …

Am teuersten dabei sind Turm und Rotor. Diese verursachen fast 50 Prozent der Anlagenkosten. Auch das Getriebe oder der Generator fallen deutlich in den Kostenfaktor. Die Investitionskosten machen am Anfang so um die 70 bis 80 Prozent aus. Weitere Nebenkosten bilden Netzanbindung, Fundament sowie diverse andere Punkte.
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Neben den Investitionen müssen aber auch die eigentlichen Betriebskosten beachtet werden. Neben Versicherung, Steuer fallen vor allem die regulären Wartungskosten massiv aus. In der Regel kann man dabei von bis zu 2 Prozent der eigentlichen Investitionssumme ausgehen, die jährlich nur für Betriebskosten anfallen. Wichtig ist dabei vor allem: Um so länger die Windenergie Anlage Strom produziert, desto höher werden die Betriebskosten! Viele sind auf eine 20-jährige Laufdauer ausgelegt.

Windenergie und die Erlöse

Bei der Erlös-Berechnung sind die Einspeisevergütungen maßgeblich. Diese werden vom Netzbetreiber gezahlt. Grundlage ist das EEG. Aktuell liegt dafür der Satz bei 4,92 Cent pro kWh. Teilweise gilt in den ersten 5 Jahren eine erhöhte Vergütung von 9,20 Cent pro kWh. Abgesenkt wird dieser jährlich um einen Prozentpunkt.

Offshore-Anlagen werden mit 3,5 Cent pro kWh vergütet. Teilweise sogar in den ersten 12 Jahren! Mit dem erhöhten Satz von 13 Cent pro kWh. Das macht sich in der Windenergie Wirtschaftlichkeitsberechnung deutlich bemerkbar.

Die eigentlichen Erlöse in der Windenergie Wirtschaftlichkeitsberechnung hängen dabei aber deutlich von der Leistungsauslegung und der Windgeschwindigkeiten ab. Letztere sind maßgeblich auf der Nabenhöhe. Abhängig sind die Erlöse dabei von der dritten Potenz. Bei einer Verdoppelung der Windgeschwindigkeit verdreifacht sich der Erlös. Bei dieser Aussage macht sich bemerkbar, wie wichtig ein zuverlässig Windgutachten ist. Bei größeren Anlagen sollten daher unter Umständen zwei unabhängige Sachverständige für das Windenergie Wirtschaftlichkeitsberechnung beauftragt werden.

Die Zukunft

Die künftigen Punkte sind bei der Windenergie Wirtschaftlichkeitsberechnung wichtig. In den letzten Jahrzehnten sind die Kosten für Windenergie massiv gesunken. So stieg zum Beispiel die Nennleistung von 1980 bis zum Jahre 2000 bei einer Anlage von 30 kW auf über 1.500 kW. Somit wurden die Leistung um das 50fache und der Ertrag um das 100fache gesteigert.

Die Stromerzeugungskosten sind generell vom Standort und der Größe der Anlage abhängig. In der Regel liegen diese zwischen 5 bis 9 Cent pro kWh. Die Rendite einer Windenergie Anlage beläuft sich damit meistens auf 6 bis zu 10 Prozent (vor Steuern). Für Offshore-Anlagen lässt sich aber in der Windenergie Wirtschaftlichkeitsberechnung oft noch ein besseres Ergebnis erzielen. Durch geringere Turbulenzen kommt es auf See sogar meistens zu längeren Laufzeiten.
Weiter geht es mit dem nächsten Teil …

 

Bild:Siegfried Fries  / pixelio.de