Mauer und Putzarbeiten

Schon längst sind Mauer und Putzarbeiten kein reines Refugium von Handwerkern mehr. Immer öfters greifen Hausbesitzer, Bauherrn und Heimwerker selbst zu den Gerätschaften und vollrichten das Verputzen in Eigenregie. Sinnvoll ist das vor allem, wenn Geld gespart werden soll. Moderne Arbeitsstoffe und leichte Arbeitstechniken machen auch für den Laien den Griff zu Mörtel und Kelle leicht. Besonders bei Neubauten können die Bauherrn viele Schritte selbst übernehmen. Grundsätzlich aber gilt, dass beim Bau viele Arbeiten nur von fachkundigen und zugelassenen Personen durchgeführt werden dürfen. Bauherrn und Heimwerker können dann zwar diese Arbeiten nicht alleine ausführen, dürfen aber mithelfen. Immerhin erlaubt der Gesetzgeber eine unentgeltliche Mithilfe.

Heimwerker: Die Materialauswahl

Beim Bau ist die Materialauswahl mittlerweile riesengroß. Zudem sind die unterschiedlichsten Verarbeitungstechniken notwendig. Wer selbst mit anpacken möchte, sollte sich dabei für das Vermauern im Dünnbrettverfahren entscheiden. Der Bedarf ist dafür genau zu ermitteln.

Folgende Werkzeuge werden fürs Mauern und Verputzen benötigt

  • Zollstock fürs Messen
  • Winkel und Bleistift fürs Anzeichnen
  • Wasserwaage, Senklot und Richtscheit für das Überprüfen
  • Schnurstifte und Mauerschnur für das Ausfluchten der Steinschichten
  • Rührquirl dient der Erleichterung beim Mörtel anmischen
  • Maurerkellen für den Auftrag des Mörtels
  • Fugenkelle für das saubere Verfugen
  • Glättkelle für das spätere Glätten der Putzoberfläche
  • Fäustel, Flachmeißel für das Aufstemmen des Mauerwerks
  • Maurerhammer für das Teilen der Mauersteine und Aufschichten

Spareffekt der Eigenleistung

Wer als Heimwerker mehrere Arbeiten selbst nach Anleitung ausführt, kann bei einem Neubau deutlich sparen. Zu den Arbeiten gehören einfache Reparaturen, Sanierungs- und Renovierungsarbeiten aber auch Umbauten, Erweiterungen sowie teilweise komplette Neubauten. Die Baufirma kann dann einfach die schwierigen Arbeiten ausführen. Dazu gehört zum Beispiel das Fundament, der Keller oder praktisch den ganzen Rohbau.

Spareffekte für Heimwerker
Beim Trockenbau, sprich legen, schleifen und spachteln lässt sich durch Eigenarbeit der Heimwerker schon leicht an die 70 Prozent einsparen. Besonders bei den Rohbauarbeiten, die auch für geübte Heimwerker auszuführen sind, sollte aber der zeitliche Anspruch bedacht werden. Sparen lässt sich zum Beispiel beim Putz bis zu 80 Prozent der Kosten. Dennoch geht dabei enorm viel Zeit verloren, was unter Umständen den eigenen Terminplan gefährden kann. Dennoch können neben den Putz und Mauerarbeiten aber auch im Innenraum diverse Tätigkeiten durch den Heimwerker ausgeführt werden. Wer die meisten Maler- und Tapezierarbeiten später selbst ausführt, spart zwischen 60 – 80 Prozent.

Grundlagen und Vorschriften

Heimwerker, die einiges selbst machen wollen, sollten immer genügend Ruhe mitbringen. Stress und Hektik gefährden nicht nur die Arbeitssicherheit, sondern auch die Qualität. Ganz wichtig sind zudem hochwertige Arbeitsmaterialien. Besonders dann wenn es sich um Leitern und Gerüste handelt. Diese können übrigens Tage- oder Wochenweise angemietet werden.

Auch die Gefahren durch elektrischen Strom (sofern vorhanden) sollten nicht unterschätzt werden. Ein Punkt, der oft vernachlässig wird, ist das Schuhwerk. Auch Heimwerker sollten immer auf stabile Schuhe achten, denn schnell liegt ein Nagel einmal an der verkehrten Stelle. Auch Schutzbrillen können sinnvoll sein. Die schützen nicht nur vor Gegenständen, sondern auch vor Mörtelspritzern.

Genehmigungen
Vergessen werden sollte auch nicht, dass für einige Bauvorhaben eine Genehmigung erforderlich ist. Oder zu mindestens eine Anzeigenpflicht erfolgen muss. Das bezieht sich nicht nur auf Neu- und Umbauten, sondern auch auf An- und Ausbauten.

Heimwerker: Mörtel Bedarf und Aufbewahrung

Der Mörtelbedarf sollte vom Heimwerker genau kalkuliert werden. Hierzu besteht eine einfache Faustregel. Für etwas 1 m³ Mauerwerk benötigen Sie um die 170 – 200 Liter Mörtel. Auf der Mörtel Packung können Sie zu erzielende Menge am Gebinde ablesen.

So wird Mörtel aufbewahrt
Bei der Aufbewahrung machen Heimwerker immer wieder Fehler. Dabei ist diese doch sei einfach. Zu beachten ist immer, dass Mörtel mit Luftfeuchtigkeit reagiert und dadurch klumpig werden kann. Trockenmörtel sollte immer trocken und vor Luft verschlossen werden.

 

Bild: H.D.Volz, Michael Baudy   / pixelio.de