Hausanschlüsse beantragen – so funktioniert’s

Bauherren kommen um das Thema Hausanschlüsse nicht drum herum. Irgendwann muss sie jeder Bauherr einmal beantragen – doch wo werden die Anschlüsse eigentlich beantragt und wer ist dafür verantwortlich? Und mit welchen Kosten ist zu rechnen? Genau diesen Fragen haben wir uns von Handwerkerrat einmal gewidmet. In kurzer Form leiten wir Sie in die wichtigsten Punkte dafür ein, damit es mit dem Hausanschluss auch ohne Probleme gelingt.

Was ist ein Hausanschluss eigentlich?

Ein Hausanschluss ist der Anschluss eines Hauses an die öffentlichen Leitungen der örtlichen Netzbetreiber. Ein Haus benötigt in der Regel folgende Netzanschlüsse:

  • Strom
  • Gas
  • Wasser
  • Abwasser
  • Telefon

Meistens liegt der Übergabe- und Anschlusspunkt im Hausanschlussraum. Nur der Abwasser-Hausanschluss liegt an der Grundstücksgrenze. Mit zum Hausanschluss gehören auch die Zuleitung zum Haus sowie die Hauseinführung. Die Einführung des Hausanschlusses erfolgt mithilfe einer Kernbohrung oder Mehrspartenbohrung. Als Alternative können ebenfalls Leerrohre in der vorhandenen Bodenplatte verlegt werden.

Diese Kabel müssen dauerhaft vor dem Eindringen von Feuchtigkeit, Staub und Fremdkörpern geschützt werden. Hierfür eignen sich Gießharzmuffen von relicon-elektro.de – sie sind resistent gegen sämtliche Umwelteinflüsse. Für den Hausanschluss selber ist der Bauherr verantwortlich.

Hausanschluss beantragen

Für die Beantragung eines Hausanschlusses ist die Kontaktaufnahme mit den örtlichen Versorgungsunternehmen erforderlich. Die Stadt oder Gemeinde erteilt auf Nachfrage Auskunft über den Grundversorger. Die Unterlagen zur Beantragung können online auf dem Webseitenauftritt heruntergeladen oder telefonisch angefordert werden.

Hausanschluss – mit diesen Kosten ist zu rechnen

Die Kosten für den Hausanschluss werden nicht selten bei der Finanzplanung vergessen. Da diese Kosten relativ hoch sind, dürfen sie in den Baunebenkosten nicht fehlen

Nach Beantragung der Anschlüsse bei den jeweiligen Versorgungsunternehmen versenden diese einen Kostenvoranschlag. Mit enthalten sind auch die anfallenden Tiefbauarbeiten – diese können jedoch auch in Eigenleistung erbracht werden. In der Regel ist mit folgenden Kosten zu rechnen:

  • Hausanschluss Strom: ca. 2.000 Euro
  • Hausanschluss Wasser: ca. 4.200 Euro
  • Hausanschluss Abwasser: ca. 1.300 Euro

Nicht selten verlangen die Versorger eine Vorauszahlung, die bei rund 80 Prozent der Kosten liegt. Erst nach erfolgter Zahlung wird der Vorgang dann weiter bearbeitet.

Eine Besonderheit ist beim Abwasser zu beachten, da ein Kontrollschacht als Übergabepunkt errichtet werden muss, der an der Grundstücksgrenze liegt. Das ist jedoch noch nicht der richtige Anschluss. Dieser Schacht ist noch einmal zusätzlich mit rund 1.900 Euro in der Planung zu berücksichtigen.

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