Flachdachbegrünung

Immer öfters denken Heimwerker über eine Flachdachbegrünung nach, die durchaus viele Vorteile mit sich bringen kann. Sinnvoll kann diese vor allem in Zusammenhang mit einer Flachdachsanierung sein. Allerdings sollten Heimwerker bei der Flachdachbegrünung verschiedene Ansätze beachten. Nicht jeder Ansatz lässt sich einfach für das Flachdach ohne weiteres übernehmen. In den letzten Jahren war deutlich zu beobachten, dass die Flachdachbegrünung wieder im Trend liegt. Häufig wird damit der Begriff „Urban Gardening“ verbunden, der vor allem in der Stadt immer wieder zu hören ist. Immer mehr Hauseigentümer und Experten beschäftigen sich mit der Flachdachbegrünung.

Flachdachbegrünung und die Unterschiede

Wer sich für eine Begrünung des Flachdachs entscheidet, sollte dabei allerdings zwischen zwei Ansätze unterscheiden.

  • Extensive Flachdachbegrünung
  • Intensive Flachdachbegrünung

Bei der extensiven Flachdachbegrünung erfolgt die Umsetzung nur mit minimalem Aufwand. In der Regel wird hierfür ein sehr dünnes Pflanzensubstrat ausgelegt. Ideal für Gräser oder auch Sedumpflanzen. Letztere gehören zu den Sukkulenten und zeichnen sich vor allem durch eine enorme Widerstandsfähigkeit aus. Aus diesem Grund kann bei der extensiven Flachdachbegrünung auch eine dünne Schicht vom Pflanzensubstrat verwendet werden. Die Vorteile dieser Methode sind schnell aufgeführt. Bei der Flachdachbegrünung wird das Mikroklima schonend beeinflusst. Neben diesem Effekt kommt es aber auch zu einer Schall- und Wärmedämmung.

Weitere Vorteile
Die extensive Flachdachbegrünung zeichnet sich in vielfältiger Hinsicht aus. So kann sie auch als Wasserspeicher dienen, wobei Regenwasser durch die Begrünung auf dem Flachdach erst gar nicht bis zum Dach gelangt. Die Pflanzen ersetzen also die normale Kiesschicht. Zusätzlich bietet die extensive Flachdachbegrünung auch Schutz vor Ozon und UV-Strahlung.

Intensive Flachdachbegrünung

Die zweite Variante ist die intensive Flachdachbegrünung. Allerdings kann diese nicht bei jedem Flachdach durchgeführt werden. Gleichzusetzen ist die intensive Flachdachbegrünung mit einer normalen Gartenbepflanzung. Mit ein wenig Fantasie und Aufwand lässt sich so eine kleine Oase auf dem Flachdach zaubern. Das Gewicht entscheidet aber. Dieses ist bei der intensiven Flachdachbegrünung deutlich höher. Zugleich lässt sich ein Vielfaches an Wasser speichern. Beide Punkte führen dazu, dass das zu tragende Gewicht deutlich gegenüber der extensiven Flachdachbegrünung zunimmt. Ein Statiker ist also zunächst erforderlich, der prüfen muss, ob die Begrünung des Flachdachs in diesem Umfang überhaupt möglich ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass dabei durchaus hohe Kosten entstehen können. So verlangen Statiker und Architekten für die Prüfung im Schnitt um die 700 – 1200 Euro. Zusätzlich kann eine behördliche Genehmigung für die extensive Flachdachbegrünung erforderlich werden Dieses ist allerdings von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Heimwerker sollten sich dafür direkt an die örtliche Baubehörde wenden.

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