Daten aus der Welt der Pornografie

Die größte Porno-Plattform der Welt Pornhub veröffentlicht immer wieder Statistiken. Diese Datensammlung ist nicht nur für Interessenten an der Pornografie interessant, sondern für alle, die sich dafür interessieren, was sich in der populären Kultur der westlichen Gesellschaften so tut.

Diese Daten stammen aus einer ungeheuren Menge von Seitenaufrufen. Im Jahr 2019 gab es 42 Milliarden Zugriffe auf die Plattform, oder auch 115 Millionen Besuche pro Tag.

Dem standen fast sieben Millionen neue Videos gegenüber, die zusammen ungefähr eine Länge ergeben, die von 1850 bis heute dauern würde.

Wonach suchen die Leute?

Wie man sich denken kann, werden die Top-Suchanfragen oft von der Popkultur und den Massenmedien, sowie von aktuellen Ereignissen beeinflusst. Trotzdem war „Amateur“ der beliebteste Suchbegriff es Jahres 2019. Und tatsächlich hat eine gewaltige Zahl von Amateuren Videos auf der Plattform veröffentlicht.

Die Leute suchen heute nach Sex, der wie aus dem realen Leben wirkt. Normale Leute sind dabei genauso beliebt wie professionelle Darsteller und es gibt einen Trend, sich selbst zu filmen. Sex ist heute kein Tabu mehr, das hinter geschlossenen Schlafzimmertüren stattfindet. Menschen mit exhibitionistischen Neigungen finden heute viele Gelegenheiten, sich zu zeigen.

Im letzten Jahr vor Corona war „Alien“ der beliebteste ungewöhnliche Suchbegriff.

Was die technischen Innovationen betrifft, hat es große Fortschritte bei der POV (Point of View – Aufnahmen aus der Sicht der Protagonisten) gegeben. Viele Konsumenten wünschen sich ein möglichst realistisches Erlebnis, das nicht mit den Widrigkeiten der realen Welt verbunden ist. Wer braucht schon eine Partnerin, wenn es realistische Pornos gibt?

Beliebt war auch die Suche nach Cosplay: die Verkleidung als Figur aus Mangas, Videospielen oder Filmen. Weiters wird die Suche nach älteren Darstellerinnen immer populärer, die unter dem Stichwort GILF zu finden sind. Die Welt der Pornos wird immer mehr zum Spielfeld für Fantasien aller Art, aber auch zum Marktplatz, auf dem Amateure sich zeigen können. Im Trend liegen momentan auch noch ostasiatische Länder wie Japan und Korea mit Spezialitäten wie „Hentai“. Dauerbrenner sind schließlich Suchen nach indischen oder schwarzen Darstellerinnen und Lesben, aber auch Sex in der Öffentlichkeit.

Konsumenten und Produzenten

Die Besucher dieses vielfältigen Angebotes kamen vor allem aus den USA, gefolgt von Japan und dem Vereinigten Königreich. Danach kommen Länder wie Indien, Deutschland, die Niederlande, Frankreich und Italien.

Um diese ungeheure Diversität des Publikums anzusprechen und so viele Nischen wie möglich anzusprechen, müssen sich Produzenten wie BangBros (siehe etwa BangBros free) immer wieder etwas Neues einfallen lassen, aber auch Bewährtes in immer neuen Auflagen liefern.

Die USA sind nicht umsonst die weltweit führende Nation beim Filmen von Pornos! Vor allem in Kalifornien arbeiten die größten Produzenten mit Zehntausenden von Darstellerinnen und Darstellern und kreieren eine Menge kostenloses und kostenpflichtiges Material. Außer BangBros produzieren auch Naughty America, Reality Kings, Zero Tolerance, Brazzers und viele andere Studios zusammen sechzig Prozent aller Pornos auf der Welt. Hier hat sich also neben Hollywood eine ähnlich erfolgreiche Filmindustrie gebildet, die vor allem an bezahlten Mitgliedschaften verdient. Erst weit abgeschlagen folgen Länder wie die Niederlande und Großbritannien, deren Studios ebenfalls erfolgreich im Porno-Geschäft mitmischen.