Holzwurm ist gefräßig

Der Holzwurm und der Hausbockkäfer können unter Umständen sogar die ganze Statik eines Dachstuhls bzw. eines Hauses durcheinander bringen und am Ende ruinieren. Die Schäden durch den Holzwurm können gewaltig sein. Wichtig ist die frühzeitige Erkennung, um größere Schäden zu vermeiden. Wird der Holzwurm erkannt, kann er entsprechend bekämpft werden. Dabei erfolgt die Bekämpfung durch einen Fachmann. Die Schäden nach der Beseitigung müssen sachgerecht saniert werden.

Holzwurm frühzeitig erkennen

Es gibt einige Punkte, mit dem sich der Holzwurm früh erkennen lässt. Besonders dann, wenn das Sägemehl bereits von dem Dachbalken bröselt. Oder in der Holzdecke bzw. in massiven Möbeln bereits Löcher zu erkennen sind, die dem Holzwurm als verzweigte Fressgänge dienen. Die Würmer sind sehr gefräßig und können dabei tatsächlich ein ganzes Gebäude zum Einsturz bringen. Viele Fertigbauhäuser werden heute in Holzbauweise erstellt und sind somit für den Holzwurm besonders anfällig. Allerdings gelten auch Massivhäuser als gefährdet. Der Dachstuhl besteht dort oft aus Holz. Der Baustoff Holz ist aus unserem alltäglichen Leben nicht wegzudenken. Im Haus, in den Möbeln und in den Wandverkleidungen gehört er dazu. Im Dachstuhl ist Holz natürlich bislang unverzichtbar. Doch Holz als Baustoff ist nicht nur bei uns Menschen, sondern eben auch bei vielen Insekten besonders beliebt. Neben dem Holzwurm zählt dazu der Hausbockkäfer. Letzterer macht es sich gerne im Dachstuhl bequem. Die meisten Gebälke sind aus Nadelholz gefertigt. Das gehört zur Lieblingsspeise der Insekten. So kann ein Hausbock im Jahr zwischen 100 – 200 Eiern ablegen. Im Sommer schlüpfen die Larven und fangen nun an, sich durch das Holz zu bohren. In der Regel leben sie dort 5 – 6 Jahre lang. Ausreichend Zeit, um das Holz, genauso wie beim Holzwurm, mit riesigen Netzen und Fressgängen zu durchziehen.

Neubauten beliebt
Neubauten sind beim Holzwurm aber auch beim Holzbock besonders beliebt. Der Querschnitt eines Holzstückes wird durch die Insekten vermindert, worunter auch die Stabilität leidet. In Neubauten fühlen sich Holzwurm und Co. besonders wohl. Alte Hölzer mögen sie nicht gerne. Lebensfähig sind die Insekten vor allem in weichem Splintholz, weniger in hartem Kernholz. Das Splintholz kommt im Dachstuhl bei Neubauten generell zum Einsatz. Das knappe Budget vieler Hausbauer macht die Sache besonders dramatisch. Der Querschnitt der Balken wird auf den Millimeter genau berechnet, um nicht zu viel auszugeben. Da bleibt dann kein Puffer mehr, wenn der Holzwurm einzieht.

Befall schnell erkennen

Kleine Bohrmehlhäufchen und sichtbare Fluglöcher können ein gutes Indiz dafür sein, das der Holzwurm und der Holzbock bereits eingezogen sind. Der Holzbock ist zudem durch das Abklopfen des Holzes erkennbar. Bei seinen Fressgängen lässt er nur eine sehr dünne Schicht Holz übrig. Beim Klopfen auf das Holz klingen die Geräusche hohl.

Bekämpft werden kann der Holzwurm durch einen Fachmann. Entweder ein direkter Schädlingsbekämpfer oder ein vereidigter Sachverständiger, der im Verdachtsfall die Holzstruktur prüft. Nachdem Holzwurm folgt die mechanische Sanierung. Hierbei werden marode Teile entfernt und ausgetauscht. Häufig ist es damit aber nicht getan. Eine zusätzliche thermische Behandlung wird notwendig. Die befallen Stellen von Holzwurm und Co. werden dabei mit Temperaturen um die 60 Grad C. bekämpft, wodurch die Insekten sterben. Bei einem nur begrenzten Befall durch den Holzwurm kann unter Umständen auch eine Mikrowellenbestrahlung helfen. Eine chemische Bekämpfung kann ebenfalls eine Alternative sein. Ist der Holzwurm zunächst bekämpft, sollte der Raum nun regelmäßig überprüft werden.

Bild: Saskia-Flickr.