Lager einrichten – Ein paar Gedanken

Wer in seinem handwerklichen Betrieb ein Lager einrichten will, steht vor komplexen Aufgaben. Zunächst ist da die Frage der Sortierung. Amazon zum Beispiel setzt auf ein Chaos-Prinzip. Das macht Sinn. Auch Bibliotheken verabschieden sich nach dem A- Z Prinzip, da es einfach zu Platz einnimmt. Das Chaos Prinzip ist aber nur dann sinnvoll, wenn regelmäßig neue Produkte und Ablagen hinzukommen und so Platz freigehalten werden muss.

Neben der eigentlichen Sortierung stellt sich die Frage der Ausstattung. Hub- und Hebegeräte werden benötigt. Genauso wie Transportbehälter, Tischwagen und Versandmaterial.

Dabei sollte zwischen einer dynamischen und einer ortsfesten Lagereinrichtung unterschieden werden. Bei der festen werden alle Regale und Behälter an einem Platz fest platziert. Ein Verrücken bedeutet Aufwand.

Bei der dynamischen kann das Lager immer wieder neu gestaltet werden. Regale lassen sich einfach verrücken. Diese Flexibilität ist in der Anschaffung deutlich teurer, ermöglicht aber viel Stauraum auf engstem Raum.

Lagertechnik

Neben der regulären Lagertechnik werden zahlreiche weitere Komponenten benötigt. Dazu gehören zum Beispiel Transportmittel, Arbeitsplätze und andere Gerätschaften. Besonders beliebt ist dabei ein der Tischwagen. Durch seine solide Bauweise bietet er zahlreiche Möglichkeiten zur Nutzung und bietet somit eine effiziente Arbeitsweise. Bei vielen Versandhäusern, wie zum Beispiel bei Rollwerk24.de gibt es den Tischwagen bereits zum kleinen Preis in den unterschiedlichsten Ausführungen. Damit lassen sich auch in engen Gängen Waren packen oder Sachen einfach bearbeiten.

Platz optimal nutzen

Das Lagervolumen setzt sich dabei immer dreidimensional als Summe der einzelnen Lagerplätze zusammen. Deren Volumen ergibt sich wiederum durch Multiplikation von Höhe, Breite und Tiefe einzelner Fächer und sonstiger Aufbewahrungseinheiten. Jetzt ist allerdings die Frage, wie ich den verfügbaren Stauraum erweitern oder besser nutzen kann.
Die einfachste Möglichkeit, ist die Grundfläche zu erweitern. Das jedoch gestaltet sich meistens unmöglich. Der Fokus kann daher auf die Regale gerichtet werden. Sofern Platz nach oben oder zur Seite ist, können mehrere einfach zusammengestellt werden. Den Platz nach oben ausnutzen ist dabei recht sinnvoll. Mit Hilfe von Tischwagen und Hebebühnen, können Mitarbeiter so auch schnell an die obersten Plätze gelangen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zusätzliche Zwischenböden einzuziehen. Die meisten Regale sind recht flexibel. Es lassen sich durchaus weitere Regalböden als Zusatz kaufen und einbauen.

Aber auch eine Auslagerung auf Außenbereiche bietet unter Umständen eine Alternative. Hierbei kommt es natürlich auf die jeweiligen Produkte an und wie sicher der Außenbereich ist.

Bei allen Vorschlägen sollte jedoch immer noch genügend Durchgangsbreite für Maschinen, Menschen und Tischwagen bestehen bleiben. Auch der Brandschutz sollte unbedingt beachtet bleiben!

Sicherheit beachtet

Dazu gehört nicht nur der Brandschutz. Die Tragfähigkeit der Regale und der Boden (sofern sich das Lager in einem Obergeschoss befindet) sind entscheidend. Experten raten zu einer Mindestwegbreite von 1,25 Metern. In Nebengängen kann die Breite auch schon mal nur 0,75 Meter betragen. Ausreichend für Tischwagen oder andere Hubgeräte.

Spiegel sollten in größeren Lagern überall vorhanden sein. Sie ermöglichen eine bessere Sichtbarkeit und damit mehr Sicherheit. Alle Verkehrswege sollten beleuchtet sein. Fluchtwege müssen gekennzeichnet sein. Achten Sie unbedingt auf die Vorschriften nach DGUV Regel 108-007 für die Lagereinrichtung.

Bild: Marcus Walter – Pixelio.de