Geizen beim Heizen – so sparen Sie als Verbraucher

Die warmen Tage neigen sich dem Ende, der Herbst steht mit seinen kühleren Temperaturen vor der Tür. Zeit, die Heizung hochzufahren. Doch vielen graut genau vor dieser Vorstellung, gerade wenn es sich um eine herkömmliche Heizanlage mit Öl- oder Gasbetrieb handelt. Es sind nicht die kühlen Temperaturen, die Sorge bereiten, sondern die hohen Kosten. Die Anzahl der Ölheizungen ist in den letzten 10 Jahren konstant geblieben. 5.6 Millionen sind bei uns in Deutschland im Jahr 2016 in Betrieb. Die Kosten dafür steigen seit Jahren, wenn man mal vom Öl-Preisverfall der letzten 2 Jahre absieht. Ganz oben auf der Liste ist die Stadt Frankfurt mit derzeit 11,85 Euro an Kosten pro Quadratmeter Wohnfläche. In den anderen Großstädten sieht es ähnlich aus. Auch hier bewegen sich die Kosten im Schnitt zwischen 9,57 Euro (Hannover) bis zu 11,03 Euro (Stuttgart). Am günstigsten ist Ölheizen in Erfurt, dort liegen die Kosten pro Quadratmeter nur bei 9,24 Euro.

Sparen ist einfacher als gedacht

Einsparmöglichkeiten stehen für viele Mieter und Eigentümer deshalb besonders im Fokus. Die meisten davon sind einfach umzusetzen, und erfordern maximal ein Umdenken bei den täglichen Gewohnheiten.

Jedes Grad weniger spart 7 Prozent Heizkosten

Der erste Blick sollte auf die Raumtemperatur gerichtet werden. Wer diese um ein Grad senkt, kann bis zu 7 Prozent seiner Heizkosten einsparen. Der Wohlfühlfaktor wird hierbei nicht beeinträchtigt, wenn man mal von einer kurzen Umgewöhnungsphase absieht. Im Schlafzimmer muss meistens kaum geheizt werden. Hier sollte die Temperatur um die 16 – 18 Grad liegen, im Wohn- und Arbeitszimmer sind hingegen etwa 20 Grad sinnvoll. Im Bad möchte man es immer etwas wärmer haben, 21- 22 Grad sind hier angesagt.

Weniger Verbrauch durch richtiges Lüften

Um die Energiekosten beim Heizen zu senken, zählt auch das richtige Lüften zu den beliebten Maßnahmen. Hierbei sollten alle Räume mehrmals täglich für 5 Minuten gelüftet werden. Sind die Fenster dabei komplett geöffnet, ist der Verbrauch an Wärme deutlich geringer als bei gekippten Fenstern. So können bis zu 4 Deziliter Öl oder Gas eingespart werden.

So wird Wärmeverlust verhindert

In diesem Zusammenhang sollten Fenster und Türen unbedingt abgedichtet werden. Durch Zugluft kommt es häufig zu großen Wärmeverlusten, welche richtig ins Geld gehen können. Prüfen Sie einmal mit einem Feuerzeug oder einer Kerze, wo zugige Stellen vorhanden sind: Die Richtung der Flamme zeigt an, wo diese sind. Auch direkt an der Haustür können bereits kleinste Schlitze zu einem enormen Wärmeabgang führen. Hilfreich ist z.B. eine alte Decke oder eine spezielle Zugluftrolle, die im Inneren vor die Haustür gelegt wird. Mit dem richtigen Lüften lässt sich nicht nur Energie sparen, sondern auch die Schimmelbildung vermeiden.

Was ist bei der Lieferung von Heizöl wichtig?

Empfehlenswert ist für Verbraucher, dem Händler beim Befüllvorgang auf die Finger zu schauen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Geschäftsbeziehung zwischen Händler und Kunde noch nicht lange besteht. Sinnvoll ist eine Überprüfung, ob der Zähler beim Einschalten der Pumpen auch „auf null“ steht. Zudem sollte man auch darauf achten, dass im Sichtglas des Tankschlauchs permanent Öl zu sehen ist. Sollte dies nicht der Fall sein – oder ist gar Schaum zu sehen – ist die Lieferung nicht rechtmäßig, und muss unterbrochen werden. Auch wenn es sich nur um ein technisches Problem handelt, zahlt man als Kunde sonst drauf. Alles in allem zählt das Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.

Heizung mit Solarthermie kombinieren

Ein anderer Ansatzpunkt wäre die Kombination der Ölheizung mit einer solarthermischen Anlage. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Die Anschaffungskosten amortisieren sich schnell, da der Verbrauch um bis zu 30 % gesenkt werden kann. Die Ersparnis ist dann am höchsten, wenn zudem moderne Brennwerttechnik zum Einsatz kommt. Die solarthermische Anlage in Kombination mit einer herkömmlichen Heizung kann zu einem für die Warmwasseraufbereitung genutzt werden, und zum anderen unterstützend für den Heizvorgang selbst. Häufig können beim Einbau staatliche Fördermaßnahmen in Anspruch genommen werden.

Wichtig hierbei: Die Maßnahmen müssen vor der Sanierung beantragt werden. Erst nach Erteilung dürfen die Umbauten erfolgen.

Niedrigpreise ausnutzen

Die Preise für Rohöl sinken immer weiter, was nicht zuletzt für Heizölverbraucher ein positiver Aspekt ist. So sind die Beschaffungskosten für den Brennstoff so gering wie seit Jahren nicht mehr. Trotzdem sollte man auch hier nichts dem Zufall überlassen. Denn gerade beim Heizöl gibt es starke Preisschwankungen, welche Verbraucher zum eigenen Vorteil nutzen können. Hierfür heisst es beobachten, vergleichen und zum richtigen Zeitpunkt zuschlagen. Internetportale wie z.B. oder esyoil.com oder heizoel24.de bieten neben dem Händlervergleich eine direkte Möglichkeit zur Online Bestellung.

 

Bildquellenangabe: Rolf  / pixelio.de