Aufzug nachträglich 2

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Wir kommen noch einmal zurück auf unseren vorherigen Artikel. Dabei ging es darum, einen Aufzug nachträglich einzubauen. Einige wichtige Punkte dazu hatten wir bereits angesprochen. Nun stellt sich die Frage, wie hoch die Kosten dafür ausfallen. Vielen erscheint der nachträgliche Einbau als Luxus. Das jedoch ist zu kurz gedacht. Die Bevölkerung altert massiv. Einen Aufzug nachträglich einzubauen, ist also eine Vorsorge für die Zukunft und kann den Wert der Immobilie erhöhen. Genauso wie eine Klimaanlage eigentlich ein Muss ist, wird auch der Aufzug bald dazugehören.

Aufzug nachträglich – Nachholbedarf

In Deutschland sind viele Immobilien veraltet. Hier besteht ein großer Nachholbedarf. Die meisten Mehrfamilienhäuser entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand. Eine Aufzugsanlage ist heute kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Besonders dann, wenn Mieter an die Immobilie langfristig gebunden werden sollen. Früher ging es nur darum, möglichst viel Wohnraum zu günstigen Preisen zu schaffen. Diese Zeiten sind aber längst vorbei. Heute wird hingegen mehr Wert auf Installationen gelegt. Dachgeschosswohnungen ohne Klimaanlage sind kaum noch zu vermieten. Das gleiche gilt auch dann, wenn ein Aufzug fehlt. Ein Aufzug nachträglich einzubauen ist daher eine wichtige Überlegung, die immer mit einbezogen werden sollte. Viele Spezialfirmen bieten hierfür einfache Lösungen an.

Innen oder Außen

Beim Aufzug nachträglich einbauen geht es konkret um die Frage, ob dieser innen oder außen eingebaut werden soll. In der Regel ist das Treppenhaus dafür ideal. In Altbauten kann es jedoch problematisch sein. Enge Treppenhäuser stellen beim Aufzug nachträglich einbauen zunächst kein Problem dar. Einige Firmen sind in der Lage, die Aufzugsschächte selbst mit einem lichten Maß von unter einem Quadratmeter zu installieren. Hier geht es vor allem darum, Personen zu transportieren, weniger um Kinderwagen oder andere Lasten. Mit den kleinen Lösungen können dann bis zu 130 Kilogramm bewegt werden. Das Schachtgerüst für den Aufzug nachträglich hat in der Regel auch keinen oder maximal nur einen geringen Einfluss auf die Statik des Hauses.

Größere Lösungen beim Aufzug nachträglich

Wer beim Aufzug nachträglich auf größere Lösungen als oben benannt setzten möchte, kann den Aufzug an der Außenfassade installieren. Also eine Lösung nach außen, die durchaus mit der Gebäudestruktur harmonisieren kann. Allerdings muss die Außenfassade dafür eine hohe Tragfestigkeit aufweisen, damit das Stahlgerüst installiert werden kann. Optisch kann der Aufzug nachträglich mit einer Vollverglasung oder auch einer Teilverglasung versehen werden.

Diese Fragen stellen sich

Bevor es überhaupt an die weitere Planung geht, stellen sich folgende Fragen.

  • Wie groß soll und muss der Fahrstuhlkorb sein
  • Welche Traglast soll er aufweisen
  • Zugang auf allen Ebenen
  • Außenmontage – Ist ein Zugangsweg vorhanden

Welche Kosten fallen an

Die Frage nach den Kosten ist, wenn ein Aufzug nachträglich eingebaut werden soll, besonders wichtig. Praktisch jede Anlage ist hierbei eine Individualanfertigung, die somit auch die eigentlichen Kosten erhöhen kann. Pauschale Angaben können also nicht gemacht werden. Allerdings können wir einige Hinweise geben, die eine Leitschnur bilden. Soll ein Aufzug nachträglich eingebaut werden, der 5 bis 7 Personen transportieren kann und drei Etagen umschließt, liegen die Kosten dafür etwa bei 14.000 – 18.000 Euro. Leben behinderte Menschen im dem Haus, kann das sogar von Vorteil sein. In diesem Fall könnte ein Teil der Kosten durch die Krankenkassen übernommen werden. Neben den Einbaukosten fallen beim Aufzug nachträglich aber auch laufende Kosten an. Strom, Wartung, TÜV, Reinigung und der Umbau des Treppenhauses fallen ebenfalls ins Gewicht.

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