Auftragslage Handwerk

Licht und Schatten begleiten die Konjunkturlage im Handwerk 2013. Seit 2012 hat sich die Auftragslage im Handwerk sehr zwiespältig entwickelt. Insgesamt gab es aber bisher im Jahre 2013 ein Plus beim Umsatz und den Beschäftigungszahlen. Nach Auskunft vieler Betriebe sind die Auftragsbücher voll und die Umsätze deutlich höher. Das gilt fast für alle handwerklichen Branchen. Nur im Kfz-Gewerbe sind vereinzelt negative Stimmen zu hören.

Kein konjunktureller Einbruch

Anfang 2012 erwartete man zunächst ein konjunkturellen Einbruch. Dieser ist aber ausgeblieben. Auch die Hochwasser-Katastrophe hat vielerorts zu einem guten Ergebnis beigetragen. Mehr als 3.100 Beriebe wurden durch Creditreform befragt. 50 Prozent gaben dabei eine gute bis sehr gute Geschäftslage an. Das Ausbauhandwerk dominiert in den Ergebnissen. Im privaten Bedarf wird die Geschäftslage als sehr positiv eingeschätzt. Auch die Energiewende trägt hierzu bei.

Getrübt sind die Aussichten allerdings im Bereich der Beschäftigungen. Hier macht der Fachkräftemangel nach wie vor vielen Betrieben große Sorgen. Auch industrienahe Branchen sehen eine getrübte Aussicht. Dabei handelt es sich jedoch laut Creditreform um eine Minderheit. Nur 3,4 Prozent benannten die Lage als mangelhaft oder ungenügend. Zu sehen ist das vor allem im Kfz-Gewerbe und im Metallhandwerk. Hier kommt vor allem, die gesamtwirtschaftliche Konjunkturdelle negativ zu tragen.

Insgesamt weisen aber 4 von 5 Betrieben stabile oder bessere Umsatzzahlen als im Vorjahr auf. Vor allem im personenbezogenen Handwerk und in der Nahrungsmittelindustrie sind die Entwicklungen nach wie vor erfreulich. Nur 10 Prozent der Betriebe erwarten einen Rückgang beim Umsatz.

Preise steigen im Handwerk

Die Preise haben sich Anfang 2013 moderat im Handwerk halten können. Allerdings ist die Nachfrage in den handwerklichen Betrieben hoch. Ein Preisanstieg hat sich in den Letzten 2 Monat bereits in vielen Branchen angezeichnet. Bis Ende des Jahres werden weitere Betriebe nachziehen. Vor allem die höheren Rohstoff- und Energiepreise werden so neu kalkuliert.

Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de