Dach sanieren

Der milde Winter ist vorbei. Doch die Stürme der letzten Monate haben ihre Spuren hinterlassen. Viele Hausbesitzer müssen im schlimmsten Fall das Dach sanieren. Generell sind sie verpflichtet, die Dächer in regelmäßigen Abständen zu prüfen und so mögliche Gefahren vorzubeugen, um nicht den Versicherungsschutz zu verlieren.

Empfohlen wird dabei, bereits kleinste Schäden unverzüglich ausbessern zu lassen. Umso länger es dauert, desto wahrscheinlich ist es, das sich die Schäden vergrößern und damit auch das Budget, das dafür notwendig ist. Führt allerdings kein anderer Weg vorbei, als das Dach sanieren zu müssen, muss teilweise mit hohen Kosten gerechnet werden. Bei einem Einfamilienhaus gehen Experten von 7 – 22 Euro pro Quadratmeter aus. Dieses umfasst nur die Kosten für eine Vorbereitung und übersichtliche Durchführungsarbeiten. Ist jedoch eine komplette Neueindeckung erforderlich, können die Kosten bis zu 130 Euro pro Quadratmeter ansteigen. Die hohen Kosten hängen vor allem mit den umfangreichen Auflagen zusammen, die wohl einzigartig in Europa sind und somit unnötig belasten.

Über eine Sanierung nachdenken ist daher sicherlich zunächst auch ein finanzieller Aspekt, gleichzeitig aber auch eine Investition in die Zukunft. Umso länger ein solches Vorhaben hinausgezögert wird, desto teurer wird es.

Dach sanieren mit KfW Förderung

Unter Umständen kann eine KfW Förderung in Anspruch genommen werden. Hier besteht die Möglichkeit, einen Investitionszuschuss zu erhalten, sofern die Erneuerung durch einen Fachbetrieb erfolgt. Sofern mit dem Dach Sanieren gleichzeitig auch eine verbesserte Energieeffizienz erfolgt, kann die KfW Förderung in Anspruch genommen werden. Gleichzeitig gibt es noch ein bundesweites BAFA Programm, das auf den Einbau von Solarthermieanlagen zielt. Ein Förderberater kann dazu nähere Auskunft geben (diese Kosten können ebenfalls über die KfW bezuschusst werden).

Beschichtung und Imprägnierung

Selbst bei einem schadensfreien Dach kann es sinnvoll sein, eine Dachbeschichtung oder eine Imprägnierung durchführen zu lassen, sofern diese noch nicht vorhanden ist. Bei der Beschichtung erfolgt eine molekulare Struktur, die Wasserabweisend und damit beständig gegen Witterungseinflüsse ist. Die Imprägnierung hingegen ist der ultimative Schutz für mineralische Oberflächen.

Sanierung mit Dämmung und Hitzeschutz

Das Klima verändert sich. Der Winter ist milde, der Sommer hingegen schwül und trocken. Entsprechend ist ein Hitzeschuss praktisch ein Muss bei einer Sanierung. Hierbei geht es nicht darum, einfach einen X-beliebigen Dämmschutz auszuwählen. Benötigt werden Materialien mit einer hohen Rohdichte. Bewährt hat sich dafür eine Kombination aus Holzfaser und Mineralwolle, um so die Hitze im Sommer unter Kontrolle halten zu können. Es sei aber angemerkt, dass ein solcher Hitzeschutz seinen Preis hat, gleichzeitig aber auch einen hohen Komfort bietet. Die kommenden Sommer werden noch schwüler werden.

Eine Standard-Dämmung ohne Fokussierung auf einen Hitzeschutz beim Dach sanieren kostet zwischen 30 – 250 Euro pro Quadratmeter. Am teuersten ist die Aufsparrendämmung. Am günstigsten die Untersparrendämmung. Generell sollte beachtet werden, dass eine Dämmung am Dach um die 80 – 90 Prozent teurer ist, als eine Neueindeckung. Das jedoch amortisiert sich im Laufe von 10 – 15 Jahren durch die Ersparnis bei den Heizkosten.

Fazit

Das Dach sollte und muss regelmäßig kontrolliert und gewartet werden. Schäden sollten unverzüglich behoben werden, andernfalls entstehen weitere Kosten. Gleichzeitig kann die Versicherung den Schutz versagen, wenn die Wartung nicht ordnungsgemäß erfolgt ist. Generell gilt daher, dass mindestens einmal im Jahr eine Kontrolle erfolgen muss. Bei starken Stürmen oder besonderen Wetterphänomenen muss zudem immer eine weitere Kontrolle erfolgen.

Bild: Rainer Sturm Pixelio